Kreuzung mit Tücken. Bürger beschweren sich über Hindernisse beim Einbiegen auf die B49.

Von Stefan Havranek und Ernst Spet. Erstellt am 17. Juli 2020 (04:21)
Der Blick aus dem Auto, von Breitensee kommend, in Richtung Groißenbrunn: Die vielen Schilder erschweren die Sicht auf herannahende Autos.
Spet

Die Beschwerden aus der Bevölkerung über die Neugestaltung der Kreuzung B 49 (Bernstein-Bundesstraße) mit der L 3003 häufen sich. Der Kreuzungsbereich sei nur sehr schwer einsehbar und berge ein massives Unfallrisiko, so der allgemeine Tenor.

Beim NÖN-Lokalaugenschein offenbaren sich die Tücken: Passiert man mit dem Auto die Kreuzung von Breitensee kommend und will man nach Marchegg abbiegen, so muss man gut einen halben Meter weiterfahren und somit die Haltelinie der durch eine Stopptafel geregelten Kreuzung passieren, um herannahende Fahrzeuge sehen zu können.

Die Sicht Richtung Marchegg wird durch die bis zur Kurve vorgezogenen Leitplanken und die Sicht Richtung Groißenbrunn durch eine „Vorrang geben“-Tafel so stark beeinträchtigt, dass es ein schwieriges Unterfangen ist, die Kreuzung zu queren.

Die NÖN fragte bei der Bezirkshauptmannschaft nach. „Bei der beschriebenen derzeitigen Regelung des Kreuzungsbereiches handelt es sich nicht notwendigerweise um den Zustand, der dauerhaft bestehen soll“, informiert Bezirkshauptmann Martin Steinhauser.

Zur Beurteilung, wie der beschriebene Kreuzungsbereich dauerhaft durch Verkehrszeichen und Bodenmarkierungen zu regeln ist, sei derzeit ein Verfahren bei der Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf als zuständige Verkehrsbehörde anhängig.

„Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens ist nach der Vorlage eines entsprechenden Planes, dem die Verkehrszeichen und Bodenmarkierungen zu entnehmen sind, insbesondere auch ein Gutachten des verkehrstechnischen Amtssachverständigen einzuholen“, so Steinhauser weiter. In weiterer Folge werde die entsprechende Regelung des Kreuzungsbereiches durch Verkehrszeichen und Bodenmarkierungen verordnet und umgesetzt.