Neuer Stadtrat gefunden. Die ÖVP präsentiert den designierten Nachfolger des FP-Politikers Christian Marek im Stadtparlament: Josef Schweinberger wird in nächster Sitzung gewählt.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 06. September 2017 (03:34)
Josef Schweinberger wird neuer VP-Stadtrat in Marchegg.
NOEN, privat

Nachdem FP-Politiker Christian Marek vor einem Monat seinen Rücktritt aus dem Gemeinderat erklärt hatte, wurde in der VP-Fraktion nach einem Nachfolger für den Blauen, der auf einem schwarzen Stadtrats-Mandat gesessen war (die NÖN berichtete), gesucht. Nun scheint man erfolgreich gewesen zu sein: VP-Stadtchef Gernot Haupt verriet, dass Josef Schweinberger der favorisierte Kandidat der Bürgermeisterpartei ist.

Schweinberger, so wie Stadtoberhaupt Haupt im Dezember 1968 geboren, ist Verwalter der Probstdorfer Saatzucht am Salmhof und sitzt seit der Gemeinderatswahl 2015 im Stadtparlament. Haupt lobt den Marchegger: „Er ist schon lange in der Fraktion und ein sehr vernünftiger Mensch.“

Schweinberger zeigte sich überrascht

In einer Fraktionssitzung, die voraussichtlich vor der nächsten Gemeinderatstagung im September über die Bühne gehen wird, soll Schweinberger als VP-Kandidat nominiert und in der Sitzung dann gewählt werden. Haupt erklärt: „Wir, die VP, haben das Vorschlagsrecht, weil wir der FP den Stadtratssitz überlassen haben. Als gewählt gilt Schweinberger, wenn mindestens eine gültige Stimme auf ihn entfällt. Er müsste sich also nur selbst wählen – und auch wenn er das nicht tut, meine Stimme hat er fix.“

Schweinberger zeigte sich im NÖN-Gespräch überrascht, hatte er doch selbst erst am Vorabend von der Entscheidung erfahren: „Ich freue mich und es ist mir eine große Ehre. Ich stelle mich gerne dieser neuen Herausforderung und werde nach bestem Wissen und Gewissen wie bisher für die Gemeinde arbeiten.“ Welche Agenden er bekommt, steht noch nicht fest. Es wäre aber naheliegend, dass Schweinberger die Friedhofs-Agenden, die Marek innehatte, übernimmt.

Übrigens: Der FPÖ-Sessel im Marchegger Stadtparlament bleibt bis zur Wahl 2020 leer, weil die FPÖ keine Kandidaten mehr hat, die nachfolgen könnten. Alle, die auf der blauen Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl standen, sind entweder krank, verstorben oder weggezogen.