„Prof. Präsident“ gratulierte WWF

Erstellt am 18. Mai 2022 | 04:53
Lesezeit: 4 Min
Das WWF-Schutzgebiet in Marchegg feierte seinen50. Geburtstag. Auch Van der Bellen kam zum Fest.
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Eigentlich wurde ja der 52. Geburtstag des WWF-Auen-Reservats zelebriert: Pandemiebedingt konnte aber erst mit zwei Jahren Verspätung gefeiert werden.

1970 hatte der WWF die Verwaltung über das 1.200 Hektar große Gebiet übernommen. Zwischen 2011 und 2019 wurden über sieben Kilometer an Nebenarmen wieder mit der March verbunden, hunderte Meter Ufer von Blockwurfsteinen befreit, mehr als 18 Hektar an Feuchtwiesen geschaffen und mehr als 20 Hektar an Sutten für Amphibien und Urzeitkrebse gesichert.

„Professor Präsident“ Alexander Van der Bellen, wie ihn Moderatorin Birgit Schacht begrüßte, zeigte sich in seiner Eröffnungsrede nach einem Spaziergang durch das Gebiet beeindruckt: „Es war wie im Märchen, allerdings heißt es dort ,Es war einmal ...‘ und hier müsste man sagen ,Es wird einmal ...‘, weil es um die Zukunft gefährdeter Tier- und Pflanzenarten geht. Es ist nicht egal, wie viele Mücken oder Käfer es gibt. Vor 50 Jahren gehörte die March noch zu den am stärksten verschmutzten Flüssen Österreichs. Dank unzähliger Maßnahmen erobern viele Arten ihre Lebensräume nun wieder zurück.“

Umweltministerin Leonore Gewessler pflichtete ihm bei und ergänzte: „Umweltschutz kennt keine Grenzen, das wird besonders hier – in einer von der Erdölindustrie geprägten Region am Grenzfluss – bewusst.“ ÖVP-Bürgermeister Gernot Haupt konstatierte: „Andere Tourismusorte müssen Attraktionen bauen, bei uns erschafft sich die größte Attraktion, die Natur, immer wieder neu.“

Nach Musik von „Miss Morava“ wurden WWF-Wegbereiter wie Johanna Mang, Gustav Harmer, Chris Lohner, Ulrich Eichelmann oder André Hoffmann vor den Vorhang geholt. Dann gab es eine Grußbotschaft von Dominic Thiem und eine Live-Schaltung zu Barbara Stöckl, bei der Sterlets, die unter anderem Sascha, Leonore und Barbara hießen, in die March gesetzt wurden.

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