Bewässerung unter Strom

Erstellt am 03. Juli 2022 | 04:15
Lesezeit: 2 Min
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Landtagspräsident Karl Wilfing mit Vertretern der Wassergenossenschaft Parbasdorf-Bergfeld: Obmann Herbert Gaunerstorfer, Stellvertreter Leopold Regner, Michael Tröster, Alexander Iser und Herbert Mayer sowie Dietmar Pichler von der Abteilung Wasserbau des Landes NÖ.
Foto: LT-Direktion NÖ/Schultes
29 Mio. Euro wurden im Marchfeld investiert, um eine Fläche von 15.000 ha beregnen zu können.
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Über 80 Prozent des österreichischen Gemüses wird im Marchfeld angebaut. Die tiefgründigen Tschernosemböden sind fruchtbar und Grundwasser ist reichlich vorhanden.

Diese Kombination ist einzigartig in Österreich und ermöglicht hohe landwirtschaftliche Erträge bester Qualität. Viele Betriebe haben sich hier zu Genossenschaften oder Arbeitsgemeinschaften zusammengeschlossen, um überbetriebliche Feldbewässerungsanlagen zu errichten bzw. bestehende Feldbrunnen, die mit Dieselaggregaten betrieben wurden, mit elektrischer Energie zu versorgen.

Die Förderungen der Projekte in der Höhe von 50 Prozent der Investitionskosten erfolgen im Rahmen des österreichischen Programms für die Entwicklung des ländlichen Raumes 2014 bis 2020. Die Finanzierung wird jeweils von den landwirtschaftlichen Gemeinschaften, mit Förderungen aus EU-Mitteln sowie Mitteln des Bundes und des Landes gestemmt. Es wurden Investitionskosten in der Höhe 29 Mio Euro getätigt. Die Förderungen gesamt betrugen 14,5 Mio Euro, wobei der NÖ-Anteil der Förderungen 2,9 Mio. Euro beträgt.

Damit kann nun die gemeinschaftliche Feldberegnung mittels elektrischer Energie für eine Gesamtbewässerungsfläche von etwa 15.000 ha zwischen Angern über Lassee, Engelhartstetten bis Groß-Enzersdorf und Parbasdorf gewährleistet werden.

Landtagspräsident Karl Wilfing: „Damit auch die Schätze des Marchfeldes wie Zwiebel, Karotten, Kohlrabi und Spinat in Zukunft bestens gedeihen, musste das Bewässerungssystem an die Begebenheiten angepasst werden.“

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