Bootsunfall: Fotos belasten jetzt Heer. Der ORF veröffentlichte Bilder, die das fahrlässige Handeln der Soldaten nach dem Unglück im September beweisen sollen. Diese machen auch FF für Tragödie mitverantwortlich.

Erstellt am 01. Oktober 2018 (17:00)
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Zwei junge Frauen waren etwa 40 Minuten lang unter einem Boot eingeklemmt.

Wie die NÖN berichtete, kam es am 1. September zu einem Unfall eines Bundesheerbotes, bei dem zwei junge Frauen schwer verletzt wurden. Wer für die Tragödie verantwortlich ist, steht noch nicht fest. Während neuesten Medienberichten zufolge das Bundesheer nicht korrekt gehandelt haben soll, macht dieses nun auch die Feuerwehr mitverantwortlich.

So würden Fotos, die der ORF kürzlich veröffentlichte, beweisen, dass die beiden Frauen, die für 40 Minuten lang unter dem Boot eingeklemmt waren, vom Bundesheer zunächst nicht vermisst wurden. Zusätzlich habe auch nicht das Heer, sondern ein Feuerwehrmann, der zufällig in der Nähe war, den Notruf getätigt.

Einem Bericht der Tageszeitung Presse zufolge räumte Bundesheersprecher Michael Bauer jedoch ein, dass nicht nur die Soldaten, sondern auch die Florianis die Lage falsch eingeschätzt haben könnten: „Wir wissen, dass die Feuerwehr den Notruf wieder storniert hat.“ Weiters könnten Bundesheersoldaten den Silberhelmen mitgeteilt haben, dass niemand der Teilnehmer vermisst wird – damit hätte es auch keinen Grund für einen Großalarm gegeben.

Bauer möchte jedoch nicht die Schuld vom Bundesheer weisen und betont, dass es deren Boot sowie deren Veranstaltung und damit deren Verantwortung gewesen sei. Zudem müssten noch die Berichte der Notrufleitstellen, das wellentechnische Gutachten sowie die Befragungen der auf dem Boot anwesenden Frauen von der Staatsanwaltschaft Korneuburg durchgeführt werden. Bis dahin könne man nur spekulieren, wer Schuld an der Tragödie hat.

Die FF sieht sich jedoch nicht mitverantwortlich und betont, dass für 15 Minuten keiner der Soldaten einen Notruf getätigt habe und erst ein Floriani diesen Schritt setzte.