„Chaos“ wegen Baustellen. Anrainer und FPÖ üben Kritik an der Koordination. NÖ Straßenbauabteilung versucht zu beruhigen.

Von Thomas Schindler und Ernst Spet. Erstellt am 28. August 2019 (03:43)
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Straßenschilder wie dieses zählen schon fast zum Ortsbild einiger Gemeinden im Marchfeld.
Spet

Verärgert zeigen sich zahlreiche NÖN-Leser über die vielen Straßenbaustellen und die damit verbundenen Umleitungen im Marchfeld. „Der Gipfel der Frechheit ist, dass es seit dieser Woche sogar eine Umleitung für eine bisherige Umleitung gibt“, tobt eine betroffene Bürgerin.

Wie die NÖN berichtete, sind derzeit unter anderem folgende Straßen wegen Sanierung gesperrt: die B 49 zwischen Zwerndorf und Baumgarten, die L 3004 zwischen Oberweiden und Schönfeld, die L5 zwischen Leopoldsdorf und Lassee sowie die L9 zwischen Gänserndorf-Süd und Obersiebenbrunn.

Kommunikationsprobleme bei der Planung?

„Es kann nicht sein, dass gleichzeitig fast alle Straßen im Marchfeld gesperrt werden. Wie sollen wir da noch von A nach B kommen, ohne kilometerlange Umwege fahren zu müssen?“, beschweren sich die aufgebrachten Anrainer.

Kritik kommt auch von FPÖ-Landtagsabgeordnetem Dieter Dorner aus Untersiebenbrunn: „So sehr ich alle diese dringend nötigen Baumaßnahmen begrüße, frage ich mich, wer für die Koordination verantwortlich ist.“ Und weiter: „Wenn fünf Hauptverkehrswege in einem Bezirk zeitgleich gesperrt werden, dürfte es bei der Planung grobe Kommunikationsprobleme seitens der Verantwortlichen gegeben haben.“

Herbert Svec, Chef der zuständigen NÖ Straßenbauabteilung, versucht zu beruhigen: „Dass es im Marchfeld derzeit so viele Baustellen gibt, hat einen guten Grund – die Preise für die Bauarbeiten sind in diesem Jahr derart niedrig, dass wir dies unbedingt ausnutzen mussten.“ So könne das ursprünglich geplante Drei-Jahres-Bauprogramm fast zur Gänze heuer abgewickelt werden.

Svec bittet um Geduld und Nachsehen. Mit Ende September sei das Gröbste überstanden: „Dann haben die Marchfelder wieder das, was sie in den vergangenen Jahren zu Recht von uns eingefordert hatten – nämlich komplett sanierte Fahrbahnen.“