Ehemann vor Gericht: „Habe mich gegen Frau nur gewehrt“. Mutmaßlicher Schläger präsentierte sich vor Richter als Opfer der eifersüchtigen Gattin.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 13. August 2019 (04:34)
Von Zolnierek, Shutterstock.com
Symbolbild

„Ich liebe sie, wir sind 20 Jahre zusammen. Aber sie ist so eifersüchtig und würde mich am liebsten rund um die Uhr kontrollieren. Deswegen kommt es oft zu Streit, meistens wenn ich etwas getrunken habe. Das kann sie nämlich gar nicht ausstehen“, erzählt ein 35-Jähriger aus dem Bezirk Gänserndorf kürzlich vor Gericht von turbulenten Szenen aus seinem Eheleben.

Ja, räumt er ein, es komme oft zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischen den Eheleuten: „Da wird geschrien, auch gestoßen. Aber meistens geht sie auf mich los und ich wehre sie nur ab“, gibt er zu. Er leugnet aber, jemals die Hand gegen seine Frau erhoben zu haben. „Ich habe sie nie geschlagen“, beteuert er.

Kratzer und leichte Blessuren könne sie sich bei den jeweiligen Rangeleien zugezogen haben, räumt er ein.

"Wir bleiben zusammen"

„Wir vertragen uns wieder. Wir bleiben zusammen und denken nicht an Scheidung. Ich halte mich vom Alkohol fern und versuche, mich zu 99 Prozent an ihre Wünsche zu halten“, erklärt der Marchfelder. Schützenhilfe bekommt der Beschuldigte vom mutmaßlichen Opfer, der Ehefrau, die sich der Aussage entschlägt.

Der bislang unbescholtene Mann kommt mit einer Diversion – er muss 300 Euro Strafe zahlen, dann wird das Verfahren eingestellt – glimpflich davon.