Kinderpornografie: 18-Jähriger vor Gericht reuig. 18-Jähriger behauptet, er sei durch Zufall auf einschlägige Seiten gekommen.

Von Christian Pfeiffer. Erstellt am 07. März 2021 (03:47)
Der Richter kam der Bitte des Verteidigers um Diversion nach.
Der Richter kam der Bitte des Verteidigers um Diversion nach.SymbolfotoShutterstock/J Dennis

Ein 18-jähriger Schüler war wegen des Besitzes hunderter Kinderpornofotos und -videos am Landesgericht Korneuburg vor Richter Franz Furtner angeklagt. Auf die Frage des Richters, wo der sich geständig verantwortende Bursch die Dateien her hatte, sagte dieser, dass er beim Surfen „auf einmal auf solche Seiten“ gekommen sei. Ihm sei auch erst durch die Anklage bzw. seinen Anwalt Camillo Raabe die Tragweite bewusst geworden.

Diesen pädagogischen Ansatz behielt Furtner bei und klärte den 18-Jährigen über die Folgen seines Handelns für die Opfer auf. Da der Angeklagte bereits von sich aus eine Therapie angestrebt hat, kam Furtner der Bitte von Verteidiger Raab um Diversion nach, was für den Burschen, der eine Ausbildung zum Metallfacharbeiter anstrebt, eine Geldbuße von 720 Euro bedeutete. Selbstverständlich ordnete der Richter auch die Vernichtung sämtlicher Datenträger an, auf denen einschlägiges Material gefunden wurde.