March führt Hochwasser: FF in Alarmbereitschaft. Wegen Dauerregens kam das Wasser dem Ufer gefährlich nahe.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 21. Oktober 2020 (04:23)
Bedrohlich nahe kam das Wasser dem Ufer. Zum Glück entspannte sich die Situation am Sonntag.  
FF

Aufgrund des Dauerregens und der Zuflüsse aus Tschechien führten Thaya und March Hochwasser. Für den Bereich Bernhardsthal (Bezirk Mistelbach) bis Angern (Bezirk Gänserndorf) wurde am Donnerstag der sogenannte „große Hochwasserdienst“ ausgerufen. Im Zuge dessen wurden durch die verschiedenen Feuerwehren Dammwachen durchgeführt. In Hohenau unterstützten die Einsatzkräfte die Gemeinde bei Pumparbeiten im Bereich des Schutzdammes.

FF-Bezirkschef Georg Schicker: „Gefahr für den Damm bestand zum Glück nie.“
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Am Freitag gingen die Arbeiten der Florianis weiter: In Drösing mussten ebenfalls Pumparbeiten durchgeführt werden. Der mobile Hochwasserschutz in Angern wurde teilweise aufgebaut, der Dammriegel in Marchegg geschlossen. In Hohenau musste zum Schutz einer Fischzucht ein Schutzdamm mittels Sandsäcken errichtet werden. Aufgrund des steigenden Wasserpegels zwischen Angern und Markthof wurde auch für diesen Bereich der „große Hochwasserdienst“ ausgerufen.

Auch am Samstag führte die Feuerwehr Dammwachen durch. Der Pegel in Hohenau zeigte erstmals eine leicht fallende Tendenz. Der Scheitel (Pegelhöhepunkt) in Angern wurde gegen Mittag erreicht, jener in Marchegg etwa 24 Stunden später.

Am Sonntag entspannte sich die Lage. Am Vormittag wurden noch Dammwachen durchgeführt, ehe diese am Nachmittag eingestellt wurden. Aufgrund der Pegelsituation wurde der „große Hochwasserdienst“ auf den „kleinen Hochwasserdienst“ herabgestuft. Im Bezirk Gänserndorf standen insgesamt bis zu 15 Feuerwehren mit 60 Kräften und 15 Fahrzeugen gleichzeitig im Einsatz.

FF-Bezirkschef Georg Schicker zur NÖN: „Die Gefahr, dass der nach dem tragischen Hochwasser 2006 generalsanierte March-Damm bricht oder überschwemmt wird, bestand zum Glück zu keiner Zeit.“ Und weiter: „Unsere Feuerwehren konnten somit in Ruhe alle wichtigen Schritte, die bei so einem Ereignis zu setzen sind, bestens trainieren.“