Paukenschlag: Kommt jetzt doch Brücke über die March?. Standort für March-Querung soll zwischen Angern und Weiden sein.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 06. Februar 2019 (05:01)
NÖN
VP-Landtagsabgeordneter René Lobner (links) freut sich über einstimmigen Kleinregionsbeschluss. Angerns SP-Bürgermeister Robert Meißl (mitte) ist für einen Brückenstandort außerhalb des Ortsgebiets. Auch Weikendorfs VP-Bürgermeister Johann Zimmermann (rechts) ist für die Brücke.

„Das Brückenprojekt ist gestorben“, meinte VP-Landtagsabgeordneter René Lobner kurz nach der Volksbefragung 2014. Mit 73,9 Prozent der Wählerstimmen wurde das Projekt „March-Brücke am Fährenstandort“ bei Angern für nichtig erklärt. Doch „unverhofft kommt oft“ und so scheint es, als würde es einen neuen Anlauf für eine Brücke zu den östlichen Nachbarn in die Slowakei geben.

Weikendorfs VP-Bürgermeister Johann Zimmermann kann das jedenfalls bestätigen: „Ja, es gab schon im Dezember erste Gespräche und es wird ein neuer Standort gesucht.“ Auch Angerns SP-Bürgermeister Robert Meißl stimmt zu: „Ich weiß, dass da etwas kommen wird.“ Widerspricht ein neues Brückenprojekt dem Ergebnis der Volksbefragung? „Nein“, erklärt Meißl: „Es wird ein Standort außerhalb des Ortsgebiets gesucht, konkret soll die Brücke an der Gemeindegrenze zwischen Angern und Weiden, in der Nähe der Kläranlage, gebaut werden.“

„Nach dem negativen Votum wollten wir etwas Zeit verstreichen lassen, aber dass wir eine Autobrücke über die March brauchen, ist unbestritten.“ René Lobner

Bis dahin wird aber noch viel Wasser die March hinunterfließen, weiß Meißl: „Es ist noch nichts fixiert, aber in der neuen Förderperiode von 2021 bis 2028 soll ein entsprechendes Projekt eingereicht werden.“ Gebaut würde demnach erst in sechs bis acht Jahren.

Auch Lobner steht wieder hinter dem Projekt: „Nach dem negativen Votum wollten wir etwas Zeit verstreichen lassen, aber dass wir eine Autobrücke über die March brauchen, ist unbestritten.“ Deswegen sei man mit dem Land NÖ und slowakischen Vertretern im Kontakt und arbeite gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden einen Korridor für eine mögliche Trassenführung aus. In der „Leader“-Kleinregion gibt es schon einen einstimmigen Beschluss, in weiterer Folge sei die Finanzierung zu klären. Für Weikendorf erhofft sich Zimmermann dann eine Verkehrsentlastung durch Ortsumfahrungen (z.B. von Tallesbrunn) und neue Bahnquerungen.