S8-Projekt kommt jetzt vor Gericht. Umweltschützer Rehm begrüßt die Entscheidung. VP-Lobner: „Bleibe an Projekt dran.“

Von Natascha Steiger. Erstellt am 29. Mai 2019 (04:00)
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Links: Virus-Sprecher Wolfgang Rehm sieht seine Arbeit durch Rechnungshof-Bericht bestätigt. Rechts: Für VP-Landtagsabgeordneten René Lobner ist der Bau gerechtfertigt und not-wendig.
NÖN-Archiv

Nach der Euphorie zahlreicher Unterstützer der Marchfeld-Schnellstraße über den positiven UVP-Bescheid (Umweltverträglichkeitsprüfung) für die S8 landet das Projekt nun vor dem Gericht. Mindestens zwölf Beschwerden von Umweltschützern hätten laut dem Marchegger Wolfgang Rehm, Sprecher der Organisation „Virus“, dazu geführt, dass nun das Bundesverwaltungsgericht über das Verfahren entscheidet.

Dort sei „eine unbefangene, neutrale Entscheidung überhaupt erst möglich“, so Rehm. Die nächste Instanz werde sich unter anderem mit groben Verfahrensmängeln, Lärmschutz, Luftschadstoffen und „mit der Nichtbeachtung von Unionsrecht beim Vogelschutz“ auseinanderzusetzen haben. Der Umweltschützer appelliert an das Land NÖ, „im Interesse der Bevölkerung und von Umwelt sowie Klima Alternativplanungen in Angriff zu nehmen“.

VP-Landtagsabgeordneter René Lobner aus Gänserndorf hofft indes auf eine rasche Abwicklung der Beschwerden und erklärt: „Die Erleichterung nach dem Erlass des UVP-Bescheids in der Region war groß. Dass Rehm und weitere Straßengegner diesen beeinspruchen, war uns leider auch klar.“ Lobner weiter: „Wir bleiben jedenfalls mit aller Energie am Projekt dran, werden weiter Druck machen und lassen uns von ein paar wenigen Gegnern nicht aus der Ruhe bringen.“

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