Teddybären-Diebe zu Strafarbeit verdonnert. 30 Spiele, aber der Teddy ließ sich nicht greifen und blieb im Automaten: Ein Schlag mit dem Hammer brachte 18-Jährige ans Ziel.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 27. Mai 2019 (19:55)
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Mit einem Bekannten (28) gönnte sich eine 18-Jährige aus dem Marchfeld nach getaner Arbeit in Wien ein Bierchen. Aus einem Getränk wurden mehrere und das Duo landete letztlich ziemlich angeheitert im Prater.

Dort stieß die 18-Jährige auf einen Spielautomaten mit Teddybären. „Ich weiß, es klingt blöd, aber einer hat mir gefallen und ich wollte ihn unbedingt haben“, gestand die junge Frau sichtlich beschämt vor Richter Rainer Klebermaß ein.

"Einen Bären für mich, einen für die Mama und einen für den Helfer"

Pro Spiel wurde ein Euro fällig. Nach 30 vergeblichen Versuchen, einen Teddy zu greifen, sei es mit ihr durchgegangen: „Ich hatte von der Arbeit noch einen Hammer eingesteckt und damit schlug ich die Automatenscheibe ein. Dann nahm ich drei Bären. Einen für mich, einen für die Mama und einen für den Helfer“, erzählte die 18-Jährige.

„Wir waren halt betrunken“, bekannte der Helfer und Aufpasser beim Einbruch, der neben der Marchfelderin auf der Anklagebank Platz nehmen musste.

Das bislang unbescholtene und geständige Duo kam mit einer Diversion noch einmal glimpflich davon: Das Strafverfahren wird eingestellt, wenn die beiden gemeinnützige Leistungen (25 und 40 Stunden) erbringen.