Tourismus-Idee: Neues Hotel für das Marchfeld. MAREV-Obmann René Lobner traf Hotelier, um den Bau einer zusätzlichen Bettenburg im Bezirk zu besprechen.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 21. Februar 2018 (04:55)
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Derzeit wird evaluiert, wie viele Übernachtungsmöglichkeiten es im Marchfeld gibt und wie viele zusätzliche Betten der Süden des Bezirks noch vertragen könnte.Dragon Images

Die Region Marchfeld verfolgt derzeit eine ehrgeizige Idee: Nicht nur, aber auch im Zuge der möglichen NÖ Landesausstellung 2021 im Marchfeld soll dort ein neues Hotel errichtet werden. Auf Vermittlung von Raika-Gänserndorf-Chef Josef Buchleitner traf René Lobner (Obmann des Marchfelder Regionalentwicklungs-Vereins MAREV) vergangene Woche einen Hotelier, der als Investor bzw. Betreiber eines angestrebten Beherbergungsbetriebs infrage kommt. Beim Gespräch mit dabei war auch Schloss-Hof-Geschäftsführer Klaus Panholzer.

Mauritsch
VP-Landtagsabgeordneter René Lobner: „Was noch fehlt, wäre ein zusätzliches gediegenes Drei-Sterne-Hotel.“

Lobner erklärt gegenüber der NÖN: „Im Schloss Hof und im Schloss Eckartsau finden immer mehr Hochzeiten und Veranstaltungen statt. Nachdem diese oft sehr lange dauern, sollte man den Gästen entsprechende Übernachtungsmöglichkeiten anbieten.“ Ebenso könnte das Marchfeld ein Hotel für Seminarbesucher und allgemeine Touristen vertragen. Schließlich gebe es in der Region zahlreiche Sehenswürdigkeiten: „Darunter auch das Schloss Orth mit dem Nationalpark Donau-Auen, das Schloss Niederweiden oder Marchegg.“

Natürlich existieren im Marchfeld bereits einige Bettenburgen, zum Beispiel in Groß-Enzersdorf, Orth, Marchegg, Untersiebenbrunn und Deutsch-Wagram – dazu kommen noch Motels in Gänserndorf und Angern. Lobner: „Was noch fehlt, wäre ein zusätzliches gediegenes Drei-Sterne-Hotel.“ Und wo sollte dieses aus dem Boden gestampft werden? „Das ist eine Frage, mit der sich der potenzielle Investor, der bereits einige Hotels betreibt und somit vom Fach ist, erst einmal beschäftigen muss. Wir stehen mit Daten und Fakten aus der Region unterstützend zur Seite.“

Jetzt ist der mögliche Investor am Zug

Grundsätzlich sei nun der besagte Hotelier am Zug – er müsse ausloten, ob und wo ein neuer Beherbergungsbetrieb Sinn mache. „Das Produkt muss auf jeden Fall mit der Region zusammenpassen. Prinzipiell seien Beherbergungsbetriebe aller Art willkommen. Wir brauchen aber wahrscheinlich kein Fünf-Sterne-Luxus-Spa-Hotel und im konkreten Fall auch kein billiges Motel“, so Lobner.

Das Marchfeld – gelegen zwischen den Großstädten Wien und Bratislava – mit seinen zahlreichen kulturellen Veranstaltungen in den Schlössern habe zweifelsohne Potenzial: „Selbst wenn wir nicht den Zuschlag für die Landesausstellung 2021 bekommen, müssen wir uns weiterentwickeln und schauen, dass der Tourismus belebt wird.“

Gibt es einen Zeitplan für das neue Hotel? Lobner: „Nein. Wir stehen hier ganz am Anfang. Sollten wir aber den Zuschlag für die Landesausstellung bekommen, was wir alle hoffen, wäre es ein guter Zeitpunkt, wenn dann das Hotel steht.“

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