Aufregung wegen Rodung bei der Wildgansgasse. Anrainerin ärgert sich über Abholzung. Bürgermeister Franz Mathä: „Es handelte sich um tote Bäume.“

Von Robert Knotz. Erstellt am 08. April 2021 (04:00)
Im Waldstreifen bei der Wildgansgasse wurden zahlreiche Bäume gerodet. Eine Anrainerin sorgt sich unter anderem um die Wildtiere.
privat, privat

Die Strasshoferin Christine Kast ärgert sich über die Rodung des Waldstreifens im Bereich der Wildgansgasse im Ortsteil Dreischlüsselacker. „Jeden Tag, wenn ich mit meinem Hund beim ehemaligen Windschutzgürtel spazieren gehe, ärgere ich mich. Der ganze Windgürtel ist zu einer Gstätten verkommen. Es sieht furchtbar aus. Die Holzfäller haben die Baumstämme geschnitten und verladen. Der ganze Dreck, darunter Äste und Unkraut, ist liegen geblieben“, so die Anrainerin im NÖN-Telefonat.

Außerdem würde die Rodung das Leben der Wildtiere dort massiv beeinflussen. Rehe und Eichkätzchen würden planlos herumirren, weil der Schutz der Bäume fehle. „Seit der Rodung hören wir auch den Bau- und Industrielärm, der vom angrenzenden Gewerbe-Industriepark (GIP) kommt, und der Wind bläst uns den ganzen Tag um die Ohren“, fügt Kast hinzu. Und weiter: „Überall ist der Triel im Gespräch, den Menschen kaum zu Gesicht bekommen, und der den Bau der S8 zumindest stark verzögert hat. Aber um die Wildtiere dort schert sich ganz offensichtlich niemand.“

Das Waldstück liegt übrigens bereits im Ortsgebiet von Markgrafneusiedl. SPÖ-Bürgermeister Franz Mathä informiert: „Die Rodung geschah im Einvernehmen mit der Forstbehörde und der Agrarbehörde NÖ. In diesem Waldstück wurden zahlreiche abgestorbene Bäume entfernt. Das Projekt wurde vor zwei Jahren gestartet und wird sicher noch drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen.“

Eine Neupflanzung ist nicht angedacht, weil man die bestehenden Sorten dort erhalten und nicht mit anderen, ungeeigneten Arten durchmischen will. „Wir wollen die gesunden und natürlich wachsenden Bäume, die dort noch erhalten sind, aufwachsen lassen und schützen“, erklärt Mathä. Die Wildtiere seien davon keinesfalls betroffen, darauf sei stets besonderes Augenmerk gelegt worden.