Deponie „Kleeblatt“: Grüne wollen keine Hügel. Diese Woche beginnt in Gänserndorf die mündliche UVP-Verhandlung über ein umstrittenes Bauprojekt. Öko-Partei fordert eine ebenerdige Zuschüttung der Grube.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 25. Mai 2018 (04:26)
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Eine typische Kiesgrube – wenn diese erschöpft ist, muss sie wieder mitErde oder Aushubmaterial gefüllt werden.
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Die umstrittene Deponie „Kleeblatt“ – sie befindet sich auf Markgrafneusiedler Boden – ruft nun auch die Gänserndorfer Grünen auf den Plan. Fraktionssprecherin Beate Kainz schickte dem Land NÖ eine Stellungnahme, in der sie ihre Bedenken äußert: „Es kann nicht sein, dass im Marchfeld überall eine Hügellandschaft entsteht, nur weil die Deponiebetreiber ihre Gruben viel zu hoch verfüllen.“ Die Öko-Partei fordert, dass nur bis zur einstigen Höhe der Landschaft zugeschüttet wird: „Klar macht der Betreiber dann weniger Geld, aber die Umwelt wird geschont.“

Diese Woche geht im Gänserndorfer Arbeiterkammer-Saal die mündliche Verhandlung zur Umweltverträglichkeits-Prüfung (UVP) für das Projekt „Kleeblatt“ über die Bühne. Kainz und ihre Parteifreunde werden natürlich anwesend sein: „Jeder Zentimeter, der höher aufgeschüttet wird, bedeutet zusätzlichen Lärm, Schadstoffe und Schwerverkehr – und das in einem Feinstaub-Sanierungsgebiet.“

Zur Erinnerung: Geplant ist ein zwölf Meter hoher Hügel auf einer Fläche von rund 44 Hektar. Die Gegner des Projekts sammelten in der Vergangenheit bereits mehrere Hundert Unterschriften. Deponie-Betreiber Johann Zöchling rechtfertigte sich bereits zu Beginn der Debatte mit dem Argument: „Es wird das gelagert, was genehmigt ist. Die Höhe von zwölf Metern ergibt sich aus einer Verordnung, wonach die Schüttung ein Gefälle von vier Prozent aufweisen muss.“