Erneut Aufruhr wegen Deponie. Wieder sorgt ein Projekt für Unruhe im Ort: „Koller X“. Die Kiesgrube in Markgrafneusiedl soll mit Aushubmaterial gefüllt werden. Bürger befürchten Anstieg von Feinstaub und Lkw-Fahrten.

Von Robert Knotz. Erstellt am 03. Mai 2018 (06:00)
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Bislang hatten sich Projektgegner vehement gegen den Marchfeldkogel gewährt.
Knotz

Nachdem der Marchfeldkogel Geschichte ist (der Betreiber hatte seinen Antrag zurückgezogen, die NÖN berichtete), erregt nun ein anderes Projekt die Gemüter der Bevölkerung: Das Kiesabbauprojekt und die Bodenaushubdeponie „Koller X“ sind derzeit heißes Diskussionsthema im Ort.

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Christian Bauer
NÖN

Im Bereich der Auersthalerstraße soll eine Kiesgrube mit Deponiematerial aufgefüllt werden. Die Bürger befürchten einen Anstieg der derzeit schon überhöhten Feinstaubbelastung und eine massive Zunahme des Lkw-Verkehrs.

In einer Aussendung, die in der Vorwoche an alle Markgrafneusiedler verschickt wurde, forderte die Volkspartei die Bürger auf, sich dem Einspruch im Zuge der Parteienstellung der Gemeinde anzuschließen.

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Franz Mathä
NÖN

SP-Bürgermeister Franz Mathä rechnet sich allerdings wenig Chancen aus, das Vorhaben der Firma Koller zu verhindern: „Das sind eigentlich übliche Maßnahmen, um solche Gruben wieder zu befüllen.“ Dennoch zieht die SPÖ mit der ÖVP in dieser Angelegenheit an einem Strang und stellt sich gegen die Deponie.

Geschäftsführer Martin Kahrer von der Firma Koller verweist auf NÖN-Nachfrage darauf, dass das Projekt innerhalb des Kiesleitplanes (festgelegte Richtlinien für derartige Vorhaben, Anm.) abgewickelt wird, und außerdem auf das laufende Verfahren zur UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung).