Erdöl- und Erdgasverband: „Fossile Energie bleibt“. Bei Festveranstaltung zu 60-jährigem Jubiläum kam auch die Zukunft von Öl und Gas zur Sprache. Verband veranschlagte Einnahmen von 2,9 Mio. Euro.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 03. Dezember 2017 (04:36)
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Obmann VP-Ortschef Erich Hofer (4.v.r.) mit weiteren Verbandsmitgliedern im Rahmen der Festversammlung.

Mit einer Festversammlung beging der Gemeindeverband der Niederösterreichischen Erdöl- und Erdgasgemeinden sein 60-jähriges Jubiläum. Natürlich war mit der OMV Austria auch der Vertragspartner dieser gedeihlichen Zusammenarbeit und einer der nachhaltigsten Arbeitgeber der Region mit hochrangigen Vertretern vor Ort, an der Spitze Direktor Reinhard Oswald.

Verbandsobmann Erich Hofer konnte in seinem Rückblick beeindruckende Zahlen nennen: „Über die Jahre konnten rund 125 Millionen Euro an Kommunalsteuer lukriert und an die Verbandsgemeinden aufgeteilt werden.“ Geld, das damit in den Orten den Bürgern in Form von kommunalen Projekten zugutekam. Dazu kamen unzählige Straßenbau-Maßnahmen.

Für den Haushalt 2018 veranschlagte der Verband jedenfalls Einnahmen in der Höhe von 2,9 Millionen Euro. Auch wenn die goldenen Zeiten (vorerst?) vorbei sind – dass die OMV auch künftig eine große Rolle bei der Energieversorgung spielen wird, daran ließ Oswald in seinem Referat keinen Zweifel: „Um fossile Energie komplett zu ersetzen, müsste zum Beispiel Windkraft um den Faktor 44 erhöht werden.“ Der Bohrkalender sei derzeit gut gefüllt, ein Fokus liege auf dem großflächigen Suchen neuer Lagerstätten mit neuester 3D-Seismik, die mit Jänner beginnen soll.

Ein Thema könnte auch Geothermie sein, so hat man in Stripfing zwar wenig Öl, dafür umso mehr heißes Wasser gefunden. Wie damit weiter verfahren wird, sei noch festzulegen. Forschungen gibt es auch in Richtung Umwandlung von CO und Wasserstoff in Methanol. Oswald ist überzeugt: „Wir werden auch weiterhin dafür sorgen, dass genug Energie da ist. Die Arbeit geht uns sicher nicht aus.“

Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgte die Big Band der Musikschule St. Barbara.