Jubiläen werden gefeiert: 120 Jahre – und voll Elan

Der Sportclub feiert sein 70-jähriges, der Musikverein sein 50-jähriges Bestehen. Gemeinsam wird kommendes Wochenende ein großes Fest ausgerichtet.

Edith Mauritsch Erstellt am 14. Juni 2018 | 03:31
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Gemeinsam 120 Jahre! Stefan Wasinger, Raphael Salwey, Reinhard Geringer, Gabi Kranzl, Michael Bareck, Sabrina Demel, Thomas Wasinger und Christian Kranzl (hinten, v.l.) sowie Franz Dorn, Walter Andre und Martin Hirschvogl fiebern schon dem großen Jubiläumswochenende entgegen – wenn auch noch jede Menge Arbeit auf die Vereinsmitglieder wartet.
Foto: Mauritsch

Leder und Blech – auf den ersten Blick haben der Sportclub und der Musikverein wenig gemein. Haben sie aber doch! Die beiden Vereine feiern zusammen 120 Jahre Bestehen mit einem Wochenende voller Musik und Sport. Die NÖN sprach mit Obmann-Stellvertreter Michael Bareck vom Sportclub und mit Obmann Christian Kranzl vom Musikverein, wie alles begann.

Franz Setik gehörte zu den Gründungsmitgliedern des SC Matzen, er bekleidete auch für vier Jahre den Posten des Obmannes. Am 29. August 1948 war es so weit: Die Mannschaft lief zum ersten Meisterschaftsspiel auf und errang gegen Bockfließ ein 2:2-Unentschieden. Schon ein Jahr gab es den ersten Meistertitel. Die Mannschaft konnte über die Jahre immer wieder den Pokal nach Hause holen, auch wenn es zwischendurch so manche Durststrecke gab.

Auch abseits des Rasens gaben die Ballkünstler ihr Bestes. Viele helfende Hände errichteten unter anderem Überdachung und einen Aufenthaltsraum im Kantinenbereich, um die Gäste zum längeren Verweilen am idyllisch gelegenen Sportplatz einzuladen.

Obmann Walter Andre und sein Stellvertreter sind sich einig: „Absolutes Highlight der letzten Jahre war für uns, 2013 wieder den Meistertitel zu erringen.“ Sehr viel Wert legen die Sportler auf die Jugendarbeit – die drei Mannschaften spielen regelmäßig Turniere, die U 10 schon Meisterschaft.

Ursprung des Vereins liegt im Jahr 1968

Die Geschichte des Musikvereins beginnt kurz vor Weihnachten 1968 – und „schuld“ daran war Albert Steinhauser. Nach einem Auftritt mit einer Bläsergruppe aus gestandenen und jungen Musikern 1968 kam der Wunsch auf, einen Verein zu gründen. Dann ging es Schlag auf Schlag: Konzerte, Musikerfest, Auftritte bei Veranstaltungen von Gemeinde und Kirche.

Die Musiker sind ebenfalls sehr um den Nachwuchs bemüht. Aus der 2002 von Anna Thallauer-Steinhauser gegründeten Bläserklasse ging das Ensemble „Baby Brass“ hervor und wurde drei Jahre später zu „Barba Brass“ für Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Altersstufen. Auf die Frage nach dem Highlight der letzten Jahre muss Obmann Christian Kranzl lange nachdenken, es gab einfach sehr vieles. „Als wir vor drei Jahren die erste Probe in unserem eigenen Musikerheim hatten – das war schon etwas Besonderes –, und dass wir 2016 die erste Jugendmarschmusik-Bewertung in Österreich organisiert haben“, ist Kranzl sichtlich stolz.

Nächstes Wochenende steigt die Party: Am Freitag, 15. Juni, gibt’s Dämmerschoppen und zu späterer Stunde Clubsound mit Karaoke. Samstag steigt das Legendenmatch SK Rapid gegen FK Austria unter der Moderation von Andy Marek. Sonntag schließlich beginnt der Tag mit der Jugendmarschmusik-Bewertung, die „Weinviertler Böhmische“ folgen zur Mittagszeit und ein Kinder- und Jugendfußballturnier nachmittags.