Nachnutzung: Was passiert mit Heim?. Auch Jahre nach der Schließung der Anstalt ist nicht restlos geklärt, wie die Zukunft des Hauses aussehen wird. Erste Konzepte liegen aber bereits vor.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 20. September 2019 (04:07)
Mauritsch
Ein bisschen verwunschen sieht das ehemalige Landesjugendheim in Matzen aus. Seit einigen Jahren steht das Haus leer, Rosa L. würde sich dort Wohnungen wünschen.

Rosa L. ist eine aufmerksame Bürgerin. Schon im Frühjahr wandte sie sich wegen der Zukunft des Landesjugendheims an die NÖN. Jetzt fragt sie nach, ob es Neuigkeiten gibt. „Warum werden dort nicht Wohnungen errichtet?“, sieht L. hier Bedarf gegeben und weiter: „Ich habe gehört, dass ein Bildungszentrum eingerichtet werden soll. Hat Professor Perner nicht genug Platz in ihrem eigenen Institut?“

Der lancierte Verkauf ist – milde ausgedrückt – mehr als stockend. Zwar hätten sich einige Interessenten das Haus angesehen, aber alle haben abgewinkt. Für Wohnungen sei die Anlage nicht geeignet. Die NÖN fragte bei Rotraud Perner nach, was an dem Gerücht des Bildungszentrums dran ist. „Es liegen umfassende Nutzungskonzepte vor, derzeit wird der Finanzierungsfrage nachgegangen“, hält sie sich bedeckt.

Das ehemalige Landesjugendheim steht im Eigentum des Landes Niederösterreich. Der Schätzwert des Gebäudes liegt bei der stolzen Summe von 1,13 Millionen Euro – ein Betrag, den bislang niemand bezahlen wollte. SP-Bürgermeisterin Claudia Weber erklärt im NÖN-Gespräch, dass sie eine nutzbringende Verwendung des ehemaligen Heims begrüßen würde.