Schon bald rollen die Busse. Raggendorf bekommt einen Bus-Bahnhof. Außerdem: Ab September werden Bauplätze vergeben.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 05. Juli 2019 (03:11)
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Wo jetzt noch grüne Wiese ist, wird der Bus-Bahnhof als neuer Umstiegs-Knotenpunkt entstehen. Die Busse sollen ab Dezember die dann eingestellte Bahnlinie „Schweinbarther Kreuz“ ersetzen.

Ob die Abarbeitung der 20 Punkte in rund 45 Minuten der Hitze geschuldet war? Jedenfalls verlief die letzte Gemeinderatssitzung vor dem Sommer einträchtig. Wesentliche Beschlüsse fielen im Bereich Infrastrukturbau, Baulandpreise im neuen Siedlungsgebiet und Bus-Bahnhof Raggendorf.

Ab September sollen die Busse des VOR fahren, Umstiegs-Knotenpunkt wird künftig Raggendorf sein (die NÖN berichtete). Die Gemeinde stellt dafür – gratis, weil sie musste – Flächen neben dem Feuerwehrhaus zur Verfügung. Die Errichtung erfolgt durch VOR und Land Niederösterreich, eine Umwidmung war notwendig. Bis zur Fertigstellung wird es vor dem Feuerwehrhaus eine Interimslösung geben.

SP-Bürgermeisterin Claudia Weber stellt jedoch klar: „Es darf zu keiner Behinderung der Wehr kommen, weder durch die Busse noch durch private Fahrzeuge. Es wird ein Parkverbot für alle – außer Feuerwehrmitglieder während eines Einsatzes – geben.“ Lobend wurde die gute Zusammenarbeit mit Kommandant Christian Hansy erwähnt.

Bauplatz-Verkauf nach persönlicher Vorsprache

Spannend wird die Vergabe der 14 Bauplätze im neuen Siedlungsgebiet Warthberggasse werden. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass der Verkauf ab 3. September ab 7 Uhr nach persönlicher Vorsprache erfolgt. Vorreservierungen sind nicht erlaubt. Als Kaufpreis wurden 88 Euro pro Quadratmeter festgelegt, es besteht Bauzwang.

Die Beauftragung von Planungsleistungen zu Kanal- und Wasserleitungen in der neuen Siedlung wurde ebenfalls beschlossen. Sollte es genügend Interessenten geben und die Umwidmung vom Land genehmigt werden, könnten in diesem Bereich in Raggendorf Wohnungen und Reihenhäuser entstehen. Entsprechende Vorgespräche mit einer Wohnungsgenossenschaft fanden statt.

Für die Sanierung des ehemaligen Schulgebäudes in Klein- Harras sind 150.000 Euro vorgesehen. SP-Vizebürgermeister Ernest Chromy wurde mit der Umsetzung betraut, ebenso mit der Organisation der Teilnahme am Projekt „Unsere Gemeinden anno dazumal“.