Sommerspiele umweht der Duft der Côte d'Azur. Mit  Jean Poirets berühmte Komödie „La Cage Aux Folles – ein Käfig voller Narren“ wählten die Sommerspiele ein Stück, das auf der Bühne, als Musical und natürlich als Film mit dem unvergessenen Ugo Tognazzi Erfolge feierte.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 07. Juli 2018 (17:11)
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Die Latte lag also hoch und soviel darf verraten werden: Die beiden Hauptdarsteller Josef Krenn als Nachtclubbetreiber und Martin Eminger als seine „Frau“ Albin alias Zara lebten ihre Rollen auf den Bühnenbrettern so richtig aus. Letzterer hatte sogar seinen eigenen Fanclub im Saal, stilecht mit roten Herzen.

Zum Plot:

George und Albin, ein in die Jahre gekommenes homosexueller Pärchen aus dem Nachtclubmilieu der Côte d'Azur, spielen für Sohn Laurent (Benjamin Petermichl) die heile Familie, um seinem Liebesglück mit Muriel (Sabine Redlich) nicht im Wege zu stehen. Es folgen Verwirrungen und Verwechslungen. Die Geschichte über das Aufeinandertreffen freigeistiger Lebensweise mit erzkonservativen Ansichten hat auch heute noch nichts von seiner Aktualität verloren, ist eine Geschichte über das rare Gut der Toleranz und Akzeptanz. Warum gerade dieses Stück? Regisseurin Elisabeth Heller: „Die Männer haben sich gewünscht, mal ganz was anderes zu spielen.“

Einhellige Meinung aus dem Publikum:

Krenn und Eminger sind grandios, wiewohl einige Stimmen laut wurden, der letzte Akt wäre etwas langatmig geraten. Dass die Sommerspiele nicht mehr unter freien Himmel im Schulhof, sondern im Optimum stattfinden, hatte bei der aufziehenden heftigen Gewitterfront just eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung auch für Freiluftfans seine Vorteile – wäre sonst diese Premiere mit Sicherheit in das sprichwörtliche Wasser gefallen.

Im Publikum gesehen unter anderem „Stammgast“ Bezirkshauptmann Stellvertreter Hofrat Wolfgang Merkatz, aus Straßhof SP-Bürgermeister Ludwig Deltl und die „Bezirks-VP-Frau“ Manuela Gieger. Gerhard Eisnecker folgte interessiert dem Regiewerk seiner Nachfolgerin Elisabeth Heller.