Was passiert mit Kinderheim?. Nach Schließung des Kinderheims ranken sich wilde Gerüchte um dessen Nachnutzung. Die NÖN fragte in der Gemeinde und beim Land Niederösterreich nach.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 03. November 2016 (05:00)
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Das Landeskinderheim ist Geschichte. Wie das Gebäude künftig genutzt wird, ist noch offen.
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Die Kinder sind weg, das Gebäude steht leer – eine Frage, die Gemeindeführung und Bürger seit Bekanntwerden der Schließung des Landeskinderheimes beschäftigt, ist bislang ungeklärt: Wie geht es weiter? Wilde Gerüchte über eine eventuelle Unterbringung von Asylanten machten im Frühjahr die Runde. Zumindest dieser Punkt konnte von Anton Feilinger aus dem Büro des zuständigen Landesrates Maurice Androsch mit „Nein“ beantwortet werden.

Die Frage der Nachnutzung des Gebäudes, das im Eigentum des Landes NÖ steht, ist offen. Eine Idee ist, betreutes Wohnen für Menschen im „goldenen“ Alter anzubieten. Wiewohl sich schon bei Bekanntwerden eines solchen Angebotes zahlreiche Interessenten bei der Gemeinde meldeten – mehr als eine Idee ist es bislang nicht.

„Das sollte kostengünstig umzusetzen sein“

Eine weitere Variante ist die Ausweitung des Schulstandortes Matzen, eine Möglichkeit, die sich Hofrat Otto Huber gut vorstellen kann: „Das sollte kostengünstig umzusetzen sein“, so der Leiter der Abteilung Heime beim Land NÖ. René Lobner, VP-Landtagsabgeordneter, sieht das differenzierter: „Wir haben eine gemeindeübergreifende Schullösung geprüft, aufgrund der Kostenschätzung scheint diese jedoch nicht sinnvoll“, sieht er von seiner Seite das Thema vom Tisch.

Die Verwertung des Gebäudes liegt formal bei der Landesimmobiliengesellschaft in Gemeinschaft mit der Gebäudeverwaltung. Alle Stellen betonen im Gespräch, dass die Nachnutzung in enger Kooperation mit SP-Ortschefin Claudia Weber erarbeitet wird. Diese weiß allerdings derzeit auch nicht mehr. „Mein Bestreben ist, eine optimale Lösung im Sinne der Gemeinde zu erreichen“, so die Ortschefin, die sich eine zeitnähere Kooperation wünscht, als dies bei der Schließung des Heimes der Fall war.

Laut Auskunft von Gebäudeverwaltungsleiter Gerhard Tretzmüller prüft man derzeit, ob ein landesinterner Bedarf besteht – ansonsten wird das Gebäude mit Frühjahr 2017 zum Verkauf ausgeschrieben.