Wohnhaus: Nach Wasserrohrbruch droht Einsturz. Aus vermutlich aufgefrorener Leitung in einem Presshaus trat Wasser aus und flutete die Kellerröhre unter dem Heim der Familie Krill: Evakuierung mitten in der Nacht.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 28. März 2017 (08:08)
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Sicherungsmaßnahmen wurden von der Ortschefin umgehend eingeleitet. Die Gemeinde trat mit den Kosten in Vorlage.
NOEN, Mauritsch

Eine böse Überraschung erlebte Familie Krill, als sie vorige Woche in den selten benützten alten Keller unter ihrem Haus hinabstieg – die Decke der Erdröhre war schon teilweise eingestürzt. Umgehend verständigte die geschockte Jungfamilie die Gemeinde, Bauhofmitarbeiter und SP-Bürgermeisterin Claudia Weber waren binnen kürzester Zeit vor Ort, um sich ein Bild zu machen.

Die Gemeindemitarbeiter fanden die Ursache schnell: In einem Presshaus in der Oberen Bergzeile gab es einen Rohrbruch. Wie die erfahrenen Wassermeister vermuten, dürfte schon seit Wochen Wasser ausgetreten sein, allerdings in Tagesmengen, die keine Wasserschwankungen in Netz verursachten, dafür aber umso mehr Schaden.

Der hinzugezogene Bausachverständige und Statiker versetzte der Jungfamilie nach der Überprüfung des Wohnhauses den nächsten Schock: Gefahr im Verzug, das Gebäude muss evakuiert werden. Es war mittlerweile mitten in der Nacht und die Familie wusste nicht weiter. „Die Bürgermeisterin stellte sofort und unkompliziert eine Wohnung zur Verfügung. Die Bauhofmitarbeiter halfen mit Rat und Tat bei der Räumung. Wir können allen Beteiligten gar nicht genug für deren Engagement danken“, ist der Familienvater voll des Lobes.

Ersatz-Quartier wurde umgehend aufgetrieben

Er konnte noch in der Nacht eine interimsmäßige Bleibe für seine Frau, seine zwei kleinen Kinder und die Haustiere beziehen. Die betroffenen Straßenzüge sind teilweise gesperrt. „Das dient zur Sicherheit aller“, ärgert sich die Ortschefin über Gerüchte, dass die Absperrungen willkürlich getätigt wurden. Auch der Streckenverlauf des Matzener Straßenlaufes erfuhr kurzfristig eine Änderung. Montags konnte die Hinterfüllung abgeschlossen werden, an drei Stellen, darunter auch an der Kellerdecke, wurde die Röhre mit rund 200 Kubikmetern einer speziellen Betonmischung beschickt. Nun gilt es für den Statiker festzustellen, wann Familie Krill wieder in ihr Haus zurückkehren kann.

Der Eigentümer des Verursacher-Presshauses konnte nach Tagen endlich erreicht werden und versprach, umgehend in die Gemeinde zu kommen. Ob er versichert ist, stand zu Redaktionsschluss aber noch nicht fest.