Von Ausflug ins Spital: 14-Jähriger schwer verletzt. 14-jähriger Untersiebenbrunner nach Unfall in Mitterbach schwer verletzt mit Heli abtransportiert.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 01. Juli 2019 (12:38)
RK Mariazellerland
Gleichzeitig mit der Bergrettung wurde auch ein Notarzt-Hubschrauber zur Unfallstelle alarmiert.

Eigentlich hätte der schon traditionelle Ausflug des Obersiebenbrunner Jugendvereins „Real7“ am vergangenen Samstag in die Berge zum „Mountain-Cart“-Fahren der lustige Auftakt in den Sommer sein sollen. Doch ein Bub verletzte sich bei der waghalsigen Abfahrt vom Berg in dem Funsport-Gerät so schwer, dass er mit Verletzungen unbestimmten Grades an der Wirbelsäule ins Universitätsklinikum St. Pölten geflogen werden musste.

Vollvisierhelm half diesmal leider nichts

Eine Begleitperson der Jugendlichen berichtet: „Wir fahren schon seit acht Jahren zum Mountain-Carting nach Mitterbach. Es hat auch schon einige Verletzungen gegeben. Deswegen sind unsere Jugendlichen auch mit Vollvisierhelmen statt wie üblich mit Radhelmen ausgestattet.“ Dem 14-jährigen Untersiebenbrunner half das trotzdem nicht, er stürzte bei der waghalsigen Bergabfahrt.

Seitens des Jugendvereins waren glücklicherweise First Responder Lukas Pribyl und Rettungssanitäter Michael Klein dabei, die sofort die Erstversorgung übernahmen und an die Begleitperson im Tal funkten, dass die Bergrettung benötigt werde. Der Begleiter verständigte umgehend die Einsatzkräfte. Gleichzeitig mit der Bergrettung wurde auch ein Notarzt-Hubschrauber zur Unfallstelle alarmiert. Da jedoch sämtliche Helikopter gerade im Einsatz standen, wurde das Notarzteinsatzfahrzeug Mariazellerland nachgefordert.

privat
Der verletzte 14-jährige Bub wurde von einem First Responder und einem Rettungssanitäter sofort erstversorgt.

Der Verunfallte wurde vom Notfallsanitäter der Bergrettung Mitterbach erstversorgt und in weiterer Folge vom Notarzt stabilisiert. Aufgrund der unzugänglichen Unfallstelle richtete die Bergrettung für den Hubschrauber einen Zwischenlandeplatz ein, wo der Patient dem Team des Notarzt-Hubschraubers Christophorus 3 übergeben wurde.

„Glücklicherweise stellte sich heraus, dass die Verletzungen nicht so schlimm waren, wie angenommen. Der Junge hat multiple Prellungen und eine Gehirnerschütterung, dürfte das Spital aber demnächst wieder verlassen“, ist die Begleitperson erleichtert. Die Ausflüge zum „Mountain-Carting“ werde es weiter geben, auch die Familie des 14-Jährigen habe ihm schon die Erlaubnis gegeben, nächstes Jahr wieder mitzufahren: „Wir werden aber natürlich beim nächsten Mal noch mehr auf die Sicherheit der Jugendlichen schauen“, versichert die Begleitperson.