Kreuzstadl nun für Gäste zugänglich. Seltenes Bauwerk aus der Mitte des 19. Jahrhunderts kann nun in Niedersulz besichtigt werden.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 06. Juni 2021 (04:23)
Das Ehepaar Klemens und Maria Steiner aus Hohenruppersdorf waren unter den ersten Besuchern des Kreuzstadls. Depotleiterin Edeltraud Hruschka (hinten) und wissenschaftliche Leiterin Veronika Plöckinger-Walenta standen für die Fragen zur Verfügung.  
Mauritsch

Seit 1999 steht der Groißenbrunner Kreuzstadl im Museumsdorf. Nach einer umfangreichen, aber sanften Sanierung ist er nun für Besucher zugänglich.

Depotleiterin Edeltraud Hruschka informiert über die Arbeiten: „Es wurden tragende Teile ausgebessert, soweit dies für die Statik notwendig war. Die Stützpfeiler wurden untermauert, um sie vor Nässe zu schützen. Dabei hatten wir immer im Blick, den alten Charakter des Stadls zu erhalten.“ Hruschka und die wissenschaftliche Leiterin des Museumsdorfes, Veronika Plöckinger-Walenta, waren am ersten Tag der Öffnung anwesend und berichteten den Besuchern über die Renovierungsarbeiten, aber auch den geschichtlichen Hintergrund des Stadls. „Beim Kreuzstadl schließt an den Querbau ein meist zur Hofseite hin vorgezogener Längsbau an, was einen typischen Kreuzgrundriss ergibt. Diese Bauform ist typisch für das südliche Marchfeld.“ Der Stadl datiert von der Mitte des 19. Jahrhunderts und ist einer der letzten Vertreter seiner Art.