Was haben Ameisen mit Schneeglöckchen zu tun?

Erstellt am 21. Februar 2022 | 09:27
Lesezeit: 2 Min
Schneeglöckchen im Nationalpark Donau-Auen
Schneeglöckchen im Nationalpark Donau-Auen
Foto: Archiv NPDA
Aktuell beginnen im Nationalpark Donau-Auen die ersten Schneeglöckchen zu wachsen. Ungeahnte Helfer spielen bei ihrer schnellen Verbreitung eine tragende Rolle.
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Ameisen sind eine vielfältige, interessante Tierfamilie, die man nahezu überall antrifft. Doch was haben sie mit den beliebten Frühlingsboten zu schaffen, die bereits im Nationalpark Donau-Auen zu sehen sind?

Das Schneeglöckchen blüht sehr früh im Jahr und seine hängende Blüte schützt vor ungünstigen Witterungseinflüssen wie Regen oder Schneefall. Nach der Bestäubung erschlafft der Blütenstiel und die Fruchtkapsel bleibt am Boden liegen.

Die Samen besitzen ein speziell für Ameisen gebildetes, fetthaltiges und wohlschmeckendes Anhängsel. Diesem können die Insekten nicht widerstehen. Bei der Aufnahme dieser Blütenreste sorgen sie so für die weite Verbreitung der Pflanze. Dadurch entstehen nicht nur in Wäldern, sondern auch im Garten größere Flächen mit Schneeglöckchen.

Das Ausgraben von Schneeglöckchen ist untersagt, jedoch ist das Pflücken von kleinen Handsträußchen am Wegesrand gestattet. Die Nationalparkgäste werden gebeten Rücksicht zu nehmen, da die Frühlingsboten gemeinsam mit anderen Frühblühern den Bienen, ersten Faltern etc. als wichtige Nahrungsquelle dienen.

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