Extrem-Radler Dengler führt FF Gänserndorf an. Andreas Dengler wurde kürzlich zum Kommandanten gewählt. Die NÖN sprach mit ihm über seine Karriere bei den Einsatzkräften und seine Zeit als Amateursportler.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 25. Februar 2021 (04:24)
Der neue Gänserndorfer Feuerwehr-Chef Andreas Dengler: „Wenn es möglich ist, werde ich zehn Jahre bleiben, dann soll wieder der Nächste kommen.“
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Wie berichtet, hatte der langjährige FF-Kommandant Robert Fischer bei der jüngsten Wahl nicht mehr kandidiert. Er wurde von Andreas Dengler (52), dem bisherigen Stellvertreter, abgelöst.

NÖN: Sie sind gebürtiger Gänserndorfer, Maschinenbau- und Nachrichtentechniker und selbstständiger Unternehmer in der IT-Branche. Wann hatten Sie zum ersten Mal Feuerwehr-Luft geschnuppert?

Dengler: Als 12-Jähriger, das war 1981. Damals wurde die Feuerwehrjugend in Gänserndorf neu gegründet. 1985 wechselte ich dann in die aktive Mannschaft. Vier Jahre später wurde ich Gruppenkommandant und 2006 Ausbildner der Feuerwehr. Seit 2016 war ich Kommandant-Stellvertreter. Mittlerweile sind auch meine beiden Söhne bei der FF.

Sie machten schon einmal als Amateursportler, genauer als Extrem-Radfahrer, Schlagzeilen. Sind Sie noch aktiv?

Dengler: Nicht wirklich. In meinem Alter ist die Luft draußen. Ich trainiere zwar noch regelmäßig, aber meine Glanzzeiten bei Ultra-Distance-Radrennen sind vorbei. Meine Highlights waren 2010, als ich beim „Race Around Austria“ mitfuhr, und natürlich 2011 beim „Race Across America“.

Wie kamen Sie eigentlich zu dieser Sportart?

Dengler: Durch eine Wette in den 1990er-Jahren. Damals waren wir mit der Feuerwehr in Deutschland, um die Nürnberger FF-Jugend zu treffen. Dort wettete ich, dass ich die 540 Kilometer von Gänserndorf nach Nürnberg in 72 Stunden radeln könnte, obwohl ich vorher eigentlich nichts mit dem Radfahren am Hut hatte.

Warum kandidierten Sie als FF-Kommandant?

Dengler: Das war der logische Schritt als bisheriger Stellvertreter. Wenn es möglich ist, werde ich zehn Jahre bleiben, dann soll wieder der Nächste kommen. Man soll nicht mit Muss an seinem Sessel kleben. Es leidet die Innovation, wenn jemand zu lange dieselbe Funktion bekleidet.