Fertinger-Gruppe wächst. Die Unternehmensgruppe übernahm einen Aluminiumrohrhersteller und will sich damit besser auf Herausforderungen wie die Entkarbonisierung einstellen.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 11. Oktober 2020 (04:43)
Die Fertinger-Gruppe übernahm einen deutschen Produzenten von Aluminiumrohren.
privat

Ein Schockmoment war für die Mitarbeiter der Rupert Fertinger GmbH im Vorjahr die Nachricht der Firmenpleite: 180 Menschen waren betroffen, der Betrieb konnte dank eines Sanierungsplans jedoch fortgeführt werden. Seither ist die Firma Tochterunternehmen der Schmid Metall Gmbh.

Aktuell macht Fertinger mit der Übernahme von Hydro Precision Tubing Remscheid auf sich aufmerksam. Die Finanzprobleme aus dem Vorjahr scheinen überwunden, 80 neue Arbeitsplätze werden mit der Übernahme der Firma in Remscheid (Deutschland) gesichert.

Die deutsche Firma entwickelt und produziert hochfrequenzgeschweißte Aluminiumrohre für eine Vielzahl von Anwendungen, insbesondere in der Automobilindustrie. Das Unternehmen ist Teil der Hydro-Gruppe und sollte mit Ende des Jahres geschlossen werden.

Die Weiterführung des Betriebes kommentiert Andreas Zwerger, Mehrheitseigentümer und Geschäftsführer der Rupert Fertinger GmbH, mit den Worten: „Als neuer Eigentümer werden wir knapp 80 Mitarbeiter der Hydro Precision Tubing Remscheid weiter beschäftigen. Wir sehen diese Übernahme als nachhaltige Investition in die Mannschaft am Standort Remscheid.“ Mit dem Know-how von Fertinger soll die deutsche Firma weiter entwickelt werden.

Fertinger ist nämlich Spezialist für technische Lösungen für die Automobilindustrie. Aktuell ist die Firma damit beschäftigt, die Lieferketten im Zuge der Coronakrise bestmöglich zu bedienen. Ziel ist es, in weiterer Folge Lösungen für alle Antriebsvarianten in der Automobilindustrie zu produzieren.

Zwerger erläutert die Hintergründe: „Der gesamte Automotiv-Bereich ist aktuell mit großen Herausforderungen konfrontiert. Neben den Unsicherheiten rund um die Weiterentwicklung der Covid-19-Pandemie stellen insbesondere die Themen Entkarbonisierung und Defossilisierung die Industrie vor neue Aufgaben.“