Erster Affenpocken-Fall im Bezirk Gänserndorf

Erstellt am 10. August 2022 | 04:57
Lesezeit: 2 Min
Gänserndorf Bezirkshauptmann Martin Steinhauser
Hat noch keinen Grund zur Sorge: Bezirkshauptmann Steinhauser.
Foto: NÖN
Im Bezirk Gänserndorf wurde bisher nur eine Person auf das Virus getestet. Gesundheitsbehörde zeigt sich noch entspannt.
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Seit Mai grassiert das Affenpockenvirus auch in Österreich. Kürzlich gab es den ersten Fall im Bezirk Gänserndorf, wie Bezirkshauptmann Martin Steinhauser im NÖN-Gespräch bestätigt. „Die Person wurde in Quarantäne geschickt, das war’s“, erinnert sich der Behördenchef unaufgeregt. Ob Corona oder Affenpocken – die amtlichen Maßnahmen sind ähnlich.

Derzeit gibt es in Österreich rund 160 bestätigte Affenpocken-Infektionen, es besteht eine Meldepflicht. Der Impfstoff mit dem Namen Jynneos ist weltweit knapp. Dieser soll nur Kontaktpersonen von Erkrankten sowie Beschäftigten in Speziallabors verabreicht werden. Gefährdet sind vor allem jene Personen, die als Kind nicht gegen Pocken geimpft wurden. Übertragen wird die Krankheit in erster Linie im Zuge sexueller Kontakte.

Mittlerweile steht fest, dass in Österreich nur Männer mit dem Virus infiziert wurden. Laut der Weltgesundheits-Organisation WHO zählen Männer, die häufig wechselnde männliche Sexualpartner haben, zur Hochrisikogruppe. Bei Symptomen empfehlen die Gesundheitsbehörden, sich rasch mit einem Arzt in Verbindung zu setzen bzw. die Gesundheitshotline 1450 anzurufen.

Affenpocken verursachen Symptome, die an Pocken erinnern. Die Erkrankung beginnt mit Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, extremer Erschöpfung und geschwollenen Lymphknoten. Einen bis drei Tage nach Ausbruch des Fiebers tritt ein Ausschlag auf, zuerst meist im Gesicht. Die Krankheit kann mit einer tödlichen Gehirnentzündung enden.

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