230-Kilo-Patient muss Horrorrechnung nicht zahlen. Die NÖ Gebietskrankenkasse übernimmt die Kosten für den Transport mit dem Notarzt-Lkw. 230 Kilogramm schwerer Marchfelder hofft nun auf eine generelle Lösung.

Von Michaela Fiala. Erstellt am 01. November 2018 (05:03)
ASBÖ
Der ASBÖ hofft, dass die Transporte mit diesem Notarzt-Lkw in Zukunft direkt mit der NÖ Gebietskrankenkasse verrechnet werden können.

Nun kann der an Adipositas leidende Marchfelder, der einen Darmverschluss erlitten hatte und mit einem Notarzt-Lkw ins Spital transportiert werden musste ( die NÖN berichtete exklusiv ), endlich aufatmen.

Der Arbeiter-Samariterbund (ASBÖ), der seit Mitte des Jahres über einen Notarzt-Lkw für den Transport von Schwergewichtigen verfügt, stornierte die an den Notstandshilfe-Empfänger adressierte Transportrechnung in der Höhe von 2.185 Euro. Franz Huber (Name von der Redaktion geändert) freut sich: „Ich bin unendlich erleichtert und bedanke mich sehr herzlich bei allen Politikern, die sich für mich eingesetzt haben.“

Wieninger hofft auf Zukunftslösung

ASBÖ-Organisationsleiter Markus Wieninger erklärt: „Die Transportkosten für diesen Patienten werden von anderer Stelle bezahlt.“ Er hofft, dass nun endlich Bewegung in das System kommt und sich sowohl die NÖ Gebietskrankenkasse als auch die Landespolitiker um eine Zukunftslösung für übergewichtige Patienten kümmern werden.

Lisi Heinz, Sprecherin der NÖ Gebietskrankenkasse, bestätigt, dass die Kosten für diesen Transport abgedeckt sind: „Da der Patient gehunfähig war und der Transport medizinisch indiziert war, werden die Kosten übernommen.“

Franz Huber hofft, dass es nun eine generelle Verrechnungsvereinbarung zwischen den Rettungsorganisationen und der NÖ Gebietskrankenkasse gibt: „Menschen, die lebensbedrohlich erkranken, müssen schnell ins Spital eingeliefert werden. Ich hoffe, dass in Zukunft das Körpergewicht beim Transport keine Rolle spielt und kein Selbstbehalt für einen Rettungs-Lkw zu bezahlen ist.“