Ärger über 14 Stunden Laster-Lärm. Anrainer aus Obersiebenbrunn fürchtet um Lebensqualität und Sicherheit auf den Straßen, weil sich Lenker nicht an die Höchstgeschwindigkeit halten.

Von Markus Szelnekovics. Erstellt am 03. März 2021 (04:14)
Die NÖN machte einen Lokalaugenschein in Obersiebenbrunn: Innerhalb von 30 Minuten wurden 20 Lkw gezählt.
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Ein Obersiebenbrunner, der im Nahbereich der Ortseinfahrt wohnt, prangert die Verkehrssituation in der Gemeinde und in den umliegenden Gemeinden wie Markgrafneusiedl, Raasdorf und Untersiebenbrunn an.

Die Gemeinden leiden demnach massiv unter dem Schwerverkehr, insbesondere die mit Schotter beladenen Lkw seien ein großes Problem. „Es beginnt um etwa 5 Uhr früh und endet meistens erst gegen 19 Uhr. Die Lebensqualität lässt, wie man sich vielleicht vorstellen kann, aus diesem Grund zu wünschen übrig, zumal sich die wenigsten Lenker an die Geschwindigkeitsbeschränkung innerorts halten“, so der Anrainer, der hinzufügt: „Abschließend möchte ich noch sagen, dass es bei dieser Problematik nicht nur um Lärm- und Schmutz-Belästigung geht, sondern auch um die Sicherheit auf den Straßen der Gemeinden.“

SPÖ-Bürgermeister Herbert Porsch hofft auf den Bau der S8: „Die Entscheidung für die S8, die Entlastung bringen könnte, liegt beim Verwaltungsgerichtshof. Aus Obersiebenbrunner Sicht haben wir drei Geschwindigkeitsüberwachungen angeschafft – bei der Einfahrt Untersiebenbrunnerstraße, Einfahrt Markgrafneusiedler Straße und Bahnstraße. Die Lieferung dieser Geräte sollte, nach Auskunft der Lieferfirmen, in den nächsten Wochen erfolgen.“ Porsch zeigt sich fest davon überzeugt, dass der Bau der S8 eine wesentliche Entlastung für die Bürger bedeuten würde.