Obersiebenbrunn

Erstellt am 18. Januar 2017, 04:52

von Markus Szelnekovics

Disput: Maschine erzürnt SPÖ. Obersiebenbrunns Rote beklagen, dass bei Ankauf eines Kommunalfahrzeugs nicht der Bestbieter zum Zug kam und das Gerät nicht für alle anfallenden Arbeiten geeignet sei.

Das Kommunalfahrzeug wurde Mitte des Vorjahres von der Firma Wacker angekauft.  |  SPÖ

SPÖ-Vorsitzender Herbert Porsch kritisierte kürzlich in einem Rundschreiben den Ankauf eines Kommunalfahrzeuges von einem geschäftsführenden Gemeinderat. Da der Preis von 100.000 Euro deutlich über dem Offert von zwei in der Gemeinde kommunalsteuerpflichtigen Betrieben lag, hätte die SPÖ dem Erwerb nicht zugestimmt.

Porsch beklagt: „Auch die Argumentation, dass mit diesem Fahrzeug nun mehr Arbeiten von der Gemeinde selbst durchgeführt werden können, ist unrichtig. Sogar für die Entfernung von Thujen musste nun eine Fremdfirma beauftragt werden.“

"Reparatur des alten Gerätes hätte hohe Kosten verursacht"

GO7-Bürgermeister Werner Pozarek kontert: „Eine Reparatur des alten Gerätes hätte hohe Kosten verursacht, daher holte die Gemeinde von fünf verschiedenen Firmen Angebote für unterschiedliche Fahrzeugtypen ein. Im zuständigen Ausschuss entschieden alle Fraktionen einstimmig, dass das Gerät der Firma Wacker Neusson zum Preis von 88.638,60 Euro für die Arbeiten in der Gemeinde am besten geeignet wäre. Der bei der Firma Wacker Neusson beschäftigte geschäftsführende Gemeinderat Heinrich Brandstetter hat sich gleich zu Beginn der Beratungen für befangen erklärt.“ Nur ein Bewerber sei mit seinem Angebot um 103,40 Euro unter dem Bruttopreis des angeschafften Gerätes gelegen, die Angebote der anderen Firmen lagen um bis zu 23.000 Euro darüber.

Mit dem neuen Fahrzeug wurden bereits größere Rodungen, beispielsweise auch am ÖBB-Parkplatz, durchgeführt, es ist allerdings für Grabarbeiten denkbar ungeeignet. Die angesprochenen Thujen am Friedhof seien von einem Bagger einer Fremdfirma ausgegraben worden, um die knapp angrenzenden Grabstellen nicht zu beschädigen.