Folgt klärendes Gespräch nach Rassismus-Vorwurf?. Bürgerlisten-Mandatar Ebeid fordert weiterhin Entschuldigung für seinen Vater. SP-Bürgermeister Porsch bietet nun abermals ein persönliches Treffen an.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 11. Dezember 2020 (04:00)
Antonius Ebeid verlangt eine Entschuldigung von der SPÖ.
privat

Aufgrund der angeblichen rassistischen Beleidigungen gegenüber seinem Vater (die NÖN berichtete) fordert Gemeinderat Antonius Ebeid (Bürgerliste GO7) nach wie vor eine Entschuldigung vonseiten der SPÖ-Fraktion. SP-Bürgermeister Herbert Porsch bietet nun abermals ein persönliches Gespräch mit allen Betroffenen an, um „die Sache endlich aus der Welt zu schaffen“.

Zur Erinnerung: Ebeids Vater, ein gebürtiger Ägypter, der schon seit Jahrzehnten in Österreich lebt, soll am Sperrmüllplatz von einem der drei Ordnungshüter (alles SP-Mandatare) mit den Worten „Geh heim, schleich dich!“ rassistisch beschimpft worden sein, was die drei betroffenen Politiker entschieden zurückweisen.

Keine Zeugen

Ob sich das Ganze wirklich so zugetragen hat, ob vielleicht die Worte von Ebeid sen. missverstanden wurden, weiß niemand so recht, weil es keine neutralen Zeugen gibt. Gemeinderat Ebeid hat sich mittlerweile für sein emotionales E-Mail an Porsch entschuldigt. „Nicht aber für den Vorfall selbst. Für diesen muss sich die SPÖ entschuldigen. Dann wäre das Ganze aus der Welt geschafft“, so Ebeid.

Porsch will ein klärendes Gespräch mit allen Beteiligten.
Schindler

Nichts anderes will auch Porsch. Er erinnert sich: „Ich hatte Vater und Sohn Ebeid zu mir gebeten, um die Sache zu klären.“ Beide kamen aber nicht zum Gesprächstermin, dafür andere Vertreter der Bürgerliste GO7 sowie der Bürgerliste LOS. Porsch: „Die waren gar nicht eingeladen. Keine Ahnung, was das sollte.“

Für den Gemeindechef steht fest: „Falls es die rassistische Beleidigung gab, dann verurteile ich dies aufs Schärfste und der Betroffene wird sich bei Herrn Ebeid entschuldigen.“ So lange man aber nicht zusammensitze, könne man den Vorfall auch nicht rekonstruieren: „Vielleicht war es nur ein dummes Missverständnis und die Worte galten gar nicht Herrn Ebeid.“

Porsch wiederholt nun sein Angebot, mit Vater und Sohn Ebeid persönlich zu sprechen: „Kommt doch ins Rathaus und wir klären den Fall gemeinsam! Die drei SPÖ-Kollegen müssen auch nicht dabei sein. Reden wir von mir aus zu dritt!“