Polizei-Einsatz: Schwarzfahrer rasteten aus. Fahrgäste bespuckten Kontrollor und wurden aus dem Waggon verwiesen. Sie setzten Reise aber mit dem nächsten Zug fort – dann eskalierte die Situation völlig.

Von Michaela Fiala. Erstellt am 17. Oktober 2018 (05:17)
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Drei Männer wollten kostenlos von Wien nach Bratislava fahren. Sie wurden vom Personal aus dem Zug geworfen, setzten ihre Fahrt aber mit der nächsten Garnitur fort.
NÖN-Archiv/Mauritsch

Großen Tumult gab es am vergangenen Samstag in einem Waggon der Österreichischen Bundesbahnen. Zwei slowakische Staatsbürger und ein Asylwerber aus dem Irak verhielten sich bei der Fahrkartenkontrolle aggressiv und griffen das Personal tätlich an.

Die drei Personen waren ohne gültige Tickets von der Bundeshauptstadt Wien nach Bratislava unterwegs. Der Zugbegleiter wurde von den uneinsichtigen Schwarzfahrern bespuckt und forderte diese am Bahnhof Obersiebenbrunn auf, den Zug zu verlassen. Am Bahnsteig wartete schon die Polizei, die die Personaldaten der Bahnpassagiere aufnahm. Kurz darauf bestiegen die drei Männer den nächsten Zug und setzten ihre Reise erneut ohne Fahrkarten fort.

Am Bahnhof Marchegg eskalierte schlussendlich die Situation: Als einer der blinden Passagiere den Zugbegleiter am Bahnsteig entdeckte, sprang er aus dem Waggon, attackierte den Angestellten und verletzte ihn erheblich. Funkstreifen mehrerer Dienststellen wurden alarmiert, um den Tobenden festzunehmen. Der Mann leistete massiven Widerstand und verletzte auch zwei Einsatzkräfte. Schließlich konnte er aber überwältigt und festgenommen werden.