Schwere Vorwürfe: Ist George Botros „Kuckucksei“?

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:32
Lesezeit: 2 Min
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Frustriert: SPÖ-Vorsitzender Michael Mann.
Foto: SPÖ
Die SPÖ Obersiebenbrunn ist sich sicher, dass ihr abtrünniger Mandatar vom politischen Gegner eingeschleust wurde. ÖVP: „Schwachsinn.“
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Während ÖVP-Bürgermeister Walter Seehofer mit seiner Koalition mit den Bürgerlisten GO7 und LOS „in Ruhe arbeiten kann“, dominiert bei der SPÖ der Frust: Die Genossen hatten bekanntlich auf ihre Mandate verzichtet und mit einer Auflösung des Gemeinderats spekuliert, weil die erforderlichen zwei Drittel der Sitze nicht besetzt gewesen wären.

SPÖ-Ersatzkandidat George Botros, ein Kopte aus Ägypten, spielte aber nicht mit: Er behauptet, seine Unterschrift auf der Mandats-Verzichterklärung sei gefälscht – der Verfassungsschutz und die Staatsanwaltschaft ermitteln.

Allerdings würde sich „politisch nichts ändern“, auch wenn die Unterschrift nicht gefälscht wurde, wie SPÖ-Vorsitzender Michael Mann erklärt: „Botros hat seinen Mandatsverzicht fristgerecht widerrufen, somit bleibt er Gemeinderat.“ Mann glaubt, dass Botros ein „Kuckucksei“ der politischen Gegner sei: „Wir haben ihn auf die Liste genommen, weil wir uns gute Kontakte zur koptischen Kirche erwarteten. Offenbar war aber geplant, dass er uns sabotiert.“

Damit könne nun „Postenschacher“ betrieben werden: „Seehofers Tochter wurde angestellt und bekam schon eine Gehaltsvorrückung, Amtsleiterin Gabriela Liebscher wurde bei vollen Bezügen nach Hause geschickt und Thomas Mahdalicek ist wieder Amtsleiter.“

Seehofer findet daran nichts Verwerfliches: „Liebschers Vertrag wäre schon Ende 2021 ausgelaufen, weil sie eine erforderliche Prüfung nicht hat. Mahdalicek hat diese. Und meine Tochter übt weiter den Posten aus, den sie vorher hatte. Das mit der Vorrückung ist Blödsinn. Wenn Mann nicht aufhört, solche absurden Vorwürfe zu erheben, wird er bald von meinem Anwalt hören.“

Und was ist mit dem „Kuckucksei“ Botros? „So einen Schwachsinn habe ich selten gehört“, lacht Seehofer.

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