Thomas Mahdalicek: „Porsch ist ein Lügner“

Die Polit-Fehde in Obersiebenbrunn geht weiter: Der ehemalige Amtsleiter Thomas Mahdalicek und der Ex-SPÖ-Bürgermeister Herbert Porsch liegen weiter im Clinch. Es geht um eine angebliche Gehaltserhöhung.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 05:30
Lesezeit: 2 Min

Die politischen Unruhen in Obersiebenbrunn spitzen sich zu, immer noch gibt es böses Blut zwischen Ex-SPÖ-Bürgermeister Herbert Porsch und dem ehemaligen Amtsleiter Thomas Mahdalicek von der Bürgerliste GO7. Wie die NÖN berichtete, war Mahdalicek von der Gemeinde gekündigt worden, hatte vor Gericht aber dagegen berufen und gewonnen. In der jüngsten NÖN-Ausgabe gab Porsch unter anderem als Begründung für die Kündigung an, dass Mahdalicek sein eigenes Gehalt auf 6.000 Euro pro Monat erhöhen lassen wollte. Der streitet das ab.

„Es ist eine von vielen Lügen, die Porsch verbreitet“, ärgert sich Mahdalicek. „Mittlerweile erzählen auch die SPÖ-Kandidaten Michael Mann und Günter Breiner diese Mär. Um bei der Wahrheit zu bleiben: Hätten die SPÖ-Mandatare, wie versprochen, nach positiver Ablegung meiner Gemeindedienstprüfung einer außerordentlichen Vorrückung zugestimmt, hätte ich ein Monatsbruttogehalt von 3.224,16 Euro erhalten. Die 6.000 Euro sind nicht nur eine große Lüge, sondern Verleumdung“, greift Mahdalicek Porsch an.

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Auch die 3.224,16 Euro habe er nie bekommen, weil „die SPÖ Obersiebenbrunn es mit allen Mitteln bis zum Schluss verhindert hat“. Die GO7 wolle genauso wie er nichts verschweigen: „Wir möchten lückenlos aufklären, um die Lügengeschichten aus der Welt zu schaffen. Egal, wer Bürgermeister wird: Ein Gehalt von 6.000 Euro kann keiner beschließen. Es gibt Gesetze und die müssen eingehalten werden.“

„Ungereimtheiten bei Staatsanwalt angezeigt“

In einem Punkt sei er sich mit Porsch einig: „Die Gründung von GO7 erfolgte aus persönlichem Interesse – aber nicht, um sich zu bereichern, sondern um sich für Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Geradlinigkeit einzusetzen. Darum ist es mir wichtig, Ungerechtigkeit, Lügen, Missbrauch und Betrug aufzuzeigen“, so Mahdalicek. Kryptisch ergänzt er in Richtung Porsch: „Es wurden bereits Ungereimtheiten festgestellt und bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Darum fragen wir uns, wem das Wasser bis zum Hals steht!“

Porsch lässt das nicht auf sich sitzen: „Das Thema der Gehaltserhöhung ist bereits sieben Jahre alt. Natürlich ist ihm das in der Vorwahlzeit nicht angenehm. Diese Gehaltserhöhung konnte von der SPÖ verhindert werden. Das Gehalt setzt sich aus der Gehaltstabelle und nicht unerheblichen Zulagen zusammen.“

Das bringe die Gemeinde aber nicht weiter. „Für mich ist Wahlwerbung eine Diskussion über die zukünftige Entwicklung. In den Aussendungen der Bürgerlisten sind die Themen fast deckungsgleich mit jenen Punkten, die sie in den letzten Jahren verhindert haben.“ Viele Projekte sind laut Porsch bereits umgesetzt, aber die Bürgerlisten seien wegen Nichterscheinens und Blockierens von Gemeinderatssitzungen verantwortlich für Neuwahlen. Porsch abschließend: „Es wäre wünschenswert, wenn sich GO7 und LOS für ein Weiterkommen des Ortes einsetzen würden, im Gemeinderat mitarbeiten und Vorhaben nicht verhindern.“