Tierdrama: Schäferhund biss Welpen. Bei einem Abendspaziergang wurde ein Australian Labradoodle von einem nicht angeleinten Vierbeiner angegriffen. Er erlitt schwere Bisswunden und musste operiert werden.

Erstellt am 04. Mai 2018 (05:58)
Die verletzten Muskeln bei der tiefen Fleischwunde am Rücken des Labradoodles mussten im Tierspital genäht werden.
privat

Vergangenen Freitag erlitt Hundebesitzerin Barbara G. einen schweren Schock. Sie ging gemeinsam mit einer Freundin gegen 21 Uhr mit ihrem Australian Labradoodle spazieren. Plötzlich wurde ihr Liebling von einem Schäferhund ohne ersichtlichen Grund angegriffen.

Der aggressive Vierbeiner trug kein Halsband und war nicht angeleint. Innerhalb von Sekunden verbiss er sich in den kleinen sechs Monate jungen Hund. Als die Besitzerin des Angreifers ihr Tier zu fassen bekam, flüchtete die geschockte Spaziergängerin mit ihrem verletzten Junghund in einen Hauseingang.

"Mein Hund mag halt keine anderen Hunde"

Dort erlitt sie durch die Aufregung einen Zusammenbruch. Nachdem sie sich wieder etwas gefasst hatte, musste die erschrockene und um ihr Haustier besorgte Frau unglaubliche Erklärungen zur Kenntnis nehmen: „Mein Hund mag halt keine anderen Hunde. Normal wissen die Leut’, dass sie da net vorbei gehen sollen.“ Sie stellte fest, dass das unberechenbare Tier zum Grundstück, in dessen Hauseingang sie sich verschanzte, gehörte.

Der Labradoodle wurde noch am selben Tag vom Tierarzt erstversorgt. In der Tierklinik mussten am folgenden Tag die Muskeln bei der tiefen Fleischwunde am Rücken genäht werden. Außerdem wurden eine Perforierung im Bauchbereich und ein Bluterguss in der Niere diagnostiziert. Der Patient überstand die Operation gut.

Die körperlichen und seelischen Folgen für Frauchen und Hund sind derzeit jedoch noch nicht absehbar. Im Moment trauen sie sich aus Angst vor einem ähnlichen Vorfall nicht mehr aus dem Haus.