Umfahrung: Bürger machten Unmut Luft. Die Bewohner der Bahnsiedlung marschierten mit Transparenten auf, um eine andere Trassenführung der geplanten Umfahrung beim Bahnhof zu erreichen.

Von Markus Szelnekovics. Erstellt am 23. November 2019 (04:47)
Etwa 100 Demonstranten machten sich für eine längere Umfahrungsvariante stark.
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Am Samstagvormittag demonstrierten rund 100 Bewohner der Bahnsiedlung für die längere Variante der geplanten Umfahrungstrasse (die NÖN berichtete). Nach dem Abbruch der Verhandlungen seitens der Erzdiözese scheint der Zug aber abgefahren, eine kürzere, von den Bewohnern nicht gewünschte Variante ist fix.

Initiator Andreas Sinnhuber will nicht aufgeben: „Solange kein Bagger hier steht, gibt es noch Hoffnung. Darum sind wir hier mit unseren Transparenten. Wir fühlen und von der Gemeinde im Stich gelassen.“

Projekt wird verhandelt

Auch VP-Vizebürgermeister Rudolf Greul, der derzeit alleiniges Verhandlungsmandat über das Projekt hat, nahm an der Demo teil. SP-Bürgermeister Herbert Porsch sowie der ehemalige GO7-Ortschef Kurt Steindl und Gemeinderäte trafen ebenso ein. Neben der Umfahrung ging es um eine Park&Ride-Anlage auf der Leopoldsdorfer Seite des Bahnübergangs, denn auch das Parkplatzproblem der neuen Siedlung war Thema. Besucher müssen in angrenzenden Wohnstraßen parken, was nicht erlaubt ist.

Ein Projekt über die Versetzung der Bahnstraße für eine Entlastung der Anwohner wird aktuell mit Erzdiözese, Land und Gemeinde verhandelt.