Wilde Verfolgungsjagd: Schreckschuss stoppt Diebe. Fünf Jugendliche flohen mit einem gestohlenen Opel Corsa vor der Polizei. Die Burschen gaben erst auf, als die Beamten zu ihren Waffen griffen.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 19. September 2018 (06:07)
NÖN-Archiv
Fünf Jugendliche lieferten sich eine Verfolgungsjagd mit sechs Polizeistreifen.

Zu einer wilden Verfolgungsjagd kam es am Freitagabend zwischen Obersiebenbrunn und Gänserndorf-Süd. Fünf Jugendliche waren in einem gestohlenen Auto ohne Kennzeichen unterwegs und flüchteten vor einem Großaufgebot der Polizei. Sie gaben schließlich, nachdem die Exekutivbeamten Schreckschüsse abgegeben hatten, auf und so endete die Raserei glimpflich.

Aber der Reihe nach. Gerald Reichl, Chef der Gänserndorfer Kriminaldienstgruppe, erinnert sich im NÖN-Gespräch: „Vor etwa 14 Tagen wurde in Obersiebenbrunn ein alter, bereits abgemeldeter Opel Corsa gestohlen.“ Mit diesem Gefährt dürften die Jugendlichen in den letzten Tagen einige Spritztouren unternommen haben – bis sie am Freitagabend von einem Bekannten des Autobesitzers entdeckt wurden, der das Fahrzeug wiedererkannt hatte. Dieser verständigte die Polizei.

"Derzeit laufen noch die Erhebungen"

Die Jugendlichen lieferten sich daraufhin eine wilde Verfolgungsjagd mit den Exekutivbeamten. „Sechs Streifen mit jeweils zwei Mann waren dabei eingesetzt“, so Reichl: „In weiterer Folge wurden Schreckschüsse abgegeben, um psychologischen Einfluss auf die Jugendlichen auszuüben.“ Erst danach gab der Lenker des gestohlenen Opel Corsa auf. „Derzeit laufen noch die Erhebungen. Angeblich wollten die anderen Jugendlichen den Fahrer überreden, früher stehenzubleiben, er hörte aber nicht auf sie. Und in diesem Fall gilt ,mitgefangen – mitgehangen‘.“

Die Jugendlichen sind zwischen 14 und 23 Jahren alt und kommen aus Leopoldsdorf sowie Obersiebenbrunn. Sie wurden auf freiem Fuß angezeigt. Glücklicherweise kam bei den dramatischen Szenen niemand zu Schaden, lediglich das gestohlene Auto wurde demoliert. „Das hätte mit fünf Personen im Wagen aber auch ganz anders ausgehen können“, weiß Chefinspektor Reichl.