Kapelle war „guat drauf“. Ein Mega-Event stellte die Ortsmusikkapelle Obersulz/Blumenthal auf die Beine. „Huat auf – guat drauf“ war das Motto. Drei Tage lang jagte ein Auftritt den nächsten, die Veranstaltung gipfelte sonntags in der Marschmusikbewertung und dem gemeinsamen Auftritt von mehr als 600 Musikern mit der niederösterreichischen Landeshymne, dirigiert von EhrenBezirkskapellmeister Ernst Lindbichler.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 23. September 2019 (15:26)
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Am Freitag startete der Reigen mit den Weinviertler Mährischen Musikanten, anschließend brachten die Jungen Zillertaler das Festzelt zum Beben. Am Samstag sorgten Eine Kleine Dorfmusik und das Viera Blech für Stimmung. Der Sonntag startete traditionell mit einer Feldmesse, anschließend spielte der Musikverein der Stadt Zistersdorf zum Frühschoppen auf.

Farbenprächtige Uniformen und in der Sonne glänzende Instrumente – als die 23 Kapellen zur Marschmusikbewertung aufmarschierten, quoll der Sportplatz fast über. Musikvereine quer durch den Bezirk nahmen teil, Gäste aus Bockfließ und sogar aus Gloggnitz reisten extra an. Kapellmeister Franz Haberl (in Doppelfunktion als Obmann der Bezirksarbeitsgemeinschaft), Obmann Franz Pirker und Stabsführer René Boyer nahmen die Begrüßung der Kapellen vor. Die Liste der Ehrengäste war lang, die Grußadressen dafür wohltuend kurz.

Auf der Festtribüne zu finden waren VP-Bürgermeisterin Angela Baumgartner, ihre Amtskollegen Marianne Rickl und Raimund Kolm, VP-Landtagsabgeordneter René Lobner (mit Hut!), Bezirkshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Merkatz, Bezirkskapellmeister Roland Haas und Stellvertreter Christian Jungwirth, Bezirksstabsführer Andreas Felber und Stellvertreter Christian Schultes. In Uniform, weil mitmusizierend, waren die VP-Bürgermeister Gerald Haasmüller aus Velm-Götzendorf und Alfred Kridlo aus Jedenspeigen mit dabei.

Bevor es zur Einzelwertung kam, stimmten die Musiker gemeinsam Festklänge an. Die Kapellen traten in unterschiedlichen Kategorien an. Den Anfang machten die Gastgeber, gleich danach ging es wieder ins Festzelt zum Weiterarbeiten – nicht, ohne vorher die neuen Hüte in Empfang zu nehmen. Die Köpfe aller huttragenden Vereine der Gemeinde ziert nun der neue Sulzer Hut in den Gemeindefarben und mit Wappen. Apropos Hut – selbige blieben wegen des Windes nicht immer auf den Köpfen, „guat drauf“ waren die Musiker trotzdem.