Anrainer beunruhigt: Deponie staubte gewaltig. Straßenmeisterei transportierte wegen Fahrbahnsanierung zwei Tage lang Fräsmaterial zu dem aufgelassenen Gelände. Ein Anrainer fühlte sich massiv belästigt.

Von Michaela Fiala. Erstellt am 17. August 2018 (04:37)
Links: VP-Bürgermeister Franz Neduchal versichert, dass die Zwischenlagerung behördlich genehmigt ist. Rechts: Anton Maritschnig, Leiter der Straßenmeisterei, beruhigt: Die Rückführung des Materials wird mit kleinen Fahrzeugen erfolgen.
NÖN-Archiv

Ein Gemeindebürger, dessen Wohnhaus sich unmittelbar neben der Deponie befindet, wandte sich Montagmittag völlig verzweifelt an die NÖN. Er beklagt: „Seit fünf Stunden ersticke ich im Staub. Ununterbrochen brausen Lkw auf der Straße zwischen Baumgarten und Angern hin und her. Sie haben Schutt geladen – dieses Material wird auf der aufgelassenen Deponie mit einem Bagger großräumig verteilt.“

Die Bürger seien vor mehreren Jahren darüber informiert worden, dass auf diesem Gelände nur noch Grünschnitt und Erde gelagert werden dürfen. Der Anrainer befürchte nun, dass der Platz langfristig zur Sammelstelle von Schuttmaterial werden könnte.

"Aktivitäten sind selbstverständlich behördlich genehmigt"

VP-Bürgermeister Franz Neduchal beruhigt: „Die Straßenmeisterei Gänserndorf hat angefragt, ob sie den nicht benötigten Bereich für eine Zwischenlagerung von Straßenmaterial nutzen darf. Die Aktivitäten sind selbstverständlich behördlich genehmigt.“ Die Deponie bleibe weiterhin geschlossen und werde auch in Zukunft nicht anderwertig genutzt Anton Maritschnig, Leiter der Straßenmeisterei Gänserndorf, ergänzt: „Zwischen Baumgarten und Zwerndorf wird derzeit die alte Fahrbahn abgefräst. Die Arbeiten dauern nur zwei Tage, das wertvolle Material wird in Oberweiden zwischengelagert.“

Die Arbeiter seien angewiesen, das gelagerte Material zu wassern, um extreme Staubentwicklung zu vermeiden. In der kommenden Woche soll die Fahrbahn ausgebaggert und mit dem zwischengelagerten Fräsmaterial wieder aufgefüllt werden.

Die Rücklieferung zur Baustelle erfolge in den nächsten drei bis vier Wochen schubweise, dafür werden kleinere Fahrzeuge genutzt.