Explosion in Gasstation: Technisches Gebrechen vermutet. Zur Ursache der folgenschweren Explosion in der Gasstation in Baumgarten an der March hieß es am Dienstag seitens der Polizei, man gehe von einem technischen Gebrechen aus.

Von Redaktion, APA. Update am 12. Dezember 2017 (16:01)
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Verheerende Explosion in Gasstation im Weinviertel

Laut Gas Connect Austria wurde die Anlage in der Folge "im kontrollierten Zustand heruntergefahren und ist außer Betrieb". Nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos Niederösterreich war aus zunächst ungeklärter Ursache auf dem Areal eine Gasleitung im Freien explodiert (NÖN.at berichtete).

Auch BVT geht von technischem Gebrechen aus

Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) geht ebenfalls von einem technischen Gebrechen in der Gasstation aus. "Es gibt derzeit keinerlei Hinweise auf einen internationalen Angriff oder eine anderweitige Tathandlung", hieß es am Dienstagnachmittag in einer Aussendung.

Somit sei "zum jetzigen Zeitpunkt mit hoher Wahrscheinlichkeit von keiner Indikation mit einem möglichen terroristischen Hintergrund auszugehen", teilte das Referat "Schutz kritischer Infrastrukturen und Cyber Security" mit.

Feuer erfasste sechs Objekte auf dem Areal

Sprecher Franz Resperger berichtete von einer "ohrenbetäubenden Explosion" und einer heftigen Druckwelle. Das Feuer erfasste sechs Objekte, die zum Teil in Vollbrand gerieten. Die Hitzeentwicklung sei so enorm gewesen, dass abgestellte Autos verschmorten.

14 Feuerwehren waren mit 150 Mitgliedern angerückt. Eingesetzt wurden Atemschutztrupps sowie an Gerätschaften u.a. Wasserwerfer und Drehleitern.

Die Explosion forderte ein Todesopfer und 18 Verletzte. Fünf davon erlitten schwerere Blessuren, Resperger sprach von Verbrennungen.