Versorgung gesichert, Bohrungen aber eingestellt. Konzernsprecherin betont, dass die Versorgung gesichert sei. Bohrungen sind derzeit aber eingestellt.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 25. März 2020 (05:28)
Gefördert wird derzeit, aber nicht gebohrt.
NÖN

Die OMV Austria ist nicht nur einer der größten Betriebe und Arbeitgeber im Bezirk, sondern als Energieversorger auch systemrelevant. Wie geht der Bergbaukonzern mit der Coronakrise um? Welche Maßnahmen wurden getroffen? Die NÖN fragte bei Konzernsprecherin Elena Menasse nach. „Die Versorgung ist gesichert!“, schickt diese gleich voraus.

Der Parkplatz vor der OMV Austria in Gänserndorf ist normal gesteckt voll, nun parken hier nur einige wenige Fahrzeuge. Gearbeitet wird trotzdem – und das ist gut so, aber eben anders. „In der OMV gilt derzeit eine allgemeine Homeoffice-Regelung. Das heißt, an allen Standorten in Österreich sind nur jene Personen am Arbeitsplatz anwesend, die unternehmenskritische Funktionen innehaben. Sie sorgen vor Ort für die Aufrechterhaltung des Betriebs und gewährleisten die Sicherstellung der Energieversorgung“, so Menasse.

Krisenplan für Fall einer Pandemie hat gegriffen

Über den gesamten OMV-Konzern hinweg sind rund 70 Prozent der Mitarbeiter im

Homeoffice, im Bereich der klassischen Bürotätigkeiten sind es gar über 95 Prozent. Das eingesetzte Personal wird räumlich getrennt, sodass die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus entsprechend minimiert wird. So wird derzeit der Betrieb aller Anlagen sichergestellt. Sämtliche Aktivitäten in diesem Zusammenhang werden von einem zentralen Notfall-Management-Team koordiniert.

„Auch für den Fall einer Pandemie gibt es Krisenpläne, die im Fall von Corona das rasche Handeln ermöglicht haben“, erläutert Menasse. Die Mitarbeiteranzahl an den Standorten ist so gewählt, dass der Betrieb auch bei Infektionen aufrechterhalten werden kann. „Wir vermeiden Kontakt zwischen den Schichten schon seit Wochen.“

In vollem Umfang weiterbetrieben werden die Öl- und Gasproduktion, Gasspeicher und nötige Infrastruktur, um die Versorgungssicherheit in Österreich zu gewährleisten. Jene Mitarbeiter, die von zu Hause arbeiten, stehen für etwaige Bereitschaftseinsätze in den Startlöchern.

Das Workover – das sind Maßnahmen, um inaktive Sonden wiederherzustellen – sowie die Bohrung wurden eingestellt.