Schönkirchen-Reyersdorf: Grünes Lob für den Ölkonzern. Öko-Partei begrüßt Vorhaben der OMV. Kleiner Kritikpunkt bleibt aber.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 21. Februar 2020 (05:32)
So könnte das fertige Projekt aussehen: In einer Visualisierung des Projektpartners Verbund werden die enormen Ausmaße der Photovoltaikanlage deutlich sichtbar.
Verbund

Ungewohntes Lob der Bezirksgrünen erhält die OMV für die geplante Photovoltaikanlage (die NÖN berichtete). Auf der alten OMV-Deponie, gewidmet als Grünland Abfallbehandlungsanlage, wird eine der größten Anlagen Österreichs entstehen. Mit einer Spitzenleistung von rund 13 MWp (Mega Watt peaks, Anm.) wird der erzeugte grüne Strom in das Bergbaustromnetz zur Eigenstromversorgung der OMV eingespeist.

Die Bezirkssprecherin der Grünen, Beate Kainz, begrüßt in ihrer Aussendung, dass dadurch die Gaskraftwerke in Aderklaa, Schönkirchen und Niedersulz ihre Leistung reduzieren können. „Das verbessert die Umgebungsluft und natürlich die CO -Bilanz“, so Kainz. Die Grünen und der Mineralölkonzern vertreten ansonsten eher unterschiedliche Standpunkte. Umso mehr freut die OMV das Lob der Umweltpartei. Konzernsprecherin Elena Menasse zur NÖN: „Es freut uns sehr, dass diese Initiative positiv gesehen wird.“

Ein Kritikpunkt bleibt jedoch: Die Grünen würden es bevorzugen, wenn der so erzeugte grüne Strom zum Betrieb von Elektroautos anstatt zur Förderung von fossilen Energien verwendet würde. Dem entgegnet Menasse: „Erdöl wird nicht nur als Treibstoff verwendet, sondern in der Petrochemie zu hochwertigen Produkten veredelt.“

Derzeit läuft übrigens das Genehmigungsverfahren. Die Unterlagen können für Beteiligte noch bis zum 21. Februar am Gemeindeamt Schönkirchen-Reyersdorf oder im Ministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus eingesehen werden.