Dreiste Täter: Wieder Motor von Feuerwehr gestohlen. Schon zum zweiten Mal binnen wenigen Monaten wurden die Florianis des Abschnitts Groß-Enzersdorf Opfer von Dieben, die ein Feuerwehrrettungsboot im Visier hatten.

Erstellt am 24. September 2018 (15:47)
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Zum zweiten Mal binnen wenigen Monaten wurde der Außenbord-Motor eines Feuerwehrrettungsbootes gestohlen.
Feuerwehr

Bereits im März mussten die Florianis des Feuerwehrabschnitts Groß-Enzersdorf feststellen, dass gemeine Diebe nicht einmal vor der Ausrüstung der Feuerwehr haltmachen. Von einem in Probstdorf stationierten Feuerwehrrettungsboot, das im Hafen Orth liegt, wurde damals der Motor gestohlen. Und nur wenige Monate später wurden die Silberhelme erneut Opfer dreister Diebe, wie Abschnittsfeuerwehrkommandant Markus Roskopf berichtet.

„Leider sind wir wieder Opfer einer solchen Tat geworden. Man kann es fast nicht glauben, aber der neue Motor dieses Feuerwehrrettungsbootes wurde erneut von Dieben entwendet. Noch dazu wurde das Boot vom Liegeplatz entfernt und trieb unkontrolliert im Seitenarm der Donau“, ärgert sich Roskopf.

Er fragt sich, ob sich diese Kriminellen der Tragweite ihrer Tat bewusst sind, und gibt sich selbst die Antwort: „Vermutlich nicht. Wir als Feuerwehr sind rund um die Uhr ein Garant dafür, im Ernstfall jedermann rasch und effektiv Hilfe leisten zu können – ob zu Land oder zu Wasser.“

Schwerer Schaden für die Feuerwehr

Der Diebstahl dieses Motors füge der FF nicht nur enormen finanziellen Schaden zu, sondern schränkt sie auch in ihrer Handlungsfähigkeit ein. „Trotz dieses Vorfalles ist aber die Einsatzbereitschaft gegeben“, versichert Roskopf.

Die Boote des Wasserdienstes liegen stets bereit im Wasser, um rasch eingesetzt werden zu können. „Wie man sicherlich schon oft gehört oder gelesen hat, zählt bei unseren Einsätzen oft jede Sekunde.“ Zuletzt beim tragischen Bootsunfall bei Hainburg vor einigen Wochen. „Leider muss man nach diesen Taten darüber nachdenken, wie man in Zukunft solche Vorfälle verhindern kann. Dies erfordert möglicherweise eine Maßnahme, die auf Kosten einer raschen Einsatzbereitschaft geht“, so Roskopf, der anregt: „Vielleicht kann man auch als Motordieb einmal darüber nachdenken, welche Folgen so eine Tat haben kann?“