FF-Trupps nach Unwetter im Dauereinsatz. Heftige Stürme ließen die Feuerwehren mehrmals ausrücken: Ein Vater und sein Sohn mussten per Boot gerettet werden. Bäume stürzten auf Dächer und Strommasten.

Erstellt am 18. August 2017 (04:15)
FF Orth
Unermüdlich im Einsatz: Die Silberhelme befreiten die Straße von den umgeknickten Bäumen.

Starke Sturmböen zogen vergangenen Donnerstagabend über die Region und ließen nichts Gutes erahnen – wenig später gingen auch schon die ersten Meldungen bei der Feuerwehr ein: Unzählige Bäume wurden entwurzelt, Dächer vom Wind abgetragen und zwei auf einem Zeltplatz gefangene Personen mussten gerettet werden.

Was war passiert? Es sollte ein spannender Ausflug werden, doch das Unwetter ließ ein Abenteuer beinahe zum Verhängnis werden: Nachdem ein Vater mit seinem acht-jährigen Sohn zum Zelten mit dem Schlauchboot aufgebrochen war, zog plötzlich ein heftiger Sturm mit Blitzen und Donner auf. Die Helfer der FF wurden von der besorgten Mutter des kleinen Buben, die einen Anruf von den beiden Ausflüglern erhielt, verständigt und brachen sofort zu einem Bootseinsatz auf. Dieser gestaltete sich aufgrund der Wetterbedingungen äußerst schwierig.

FF Lassee
Einige Bäume hielten dem starken Sturm nicht stand und fielen daraufhin teilweise auf Dächer.

Erst nachdem der Weg zur Lände von unzähligen Ästen befreit wurde, konnte mit Hilfe der Polizei Kontakt zu den Vermissten hergestellt werden. Dank der Lichtzeichen, die der tapfere Junge sendete, sowie der telefonischen Anweisungen des Vaters an das Feuerwehrboot wurden sie innerhalb kurzer Zeit lokalisiert und mitsamt ihrer Ausrüstung sicher in den Hafen Orth gebracht. Im Feuerwehrhaus angekommen, nahm das Abenteuer schließlich ein glimpfliches Ende. Beide Familienmitglieder überstanden den Vorfall unverletzt.

Gleichzeitig erreichte eine weitere Alarmmeldung die unermüdlichen Silberhelme: Unzählige Äste versperrten Straßen und ganze Bäume wurden vom Wind auf der Uferstraße aus ihren sonst so stämmigen Wurzeln gerissen. Auch die Stromversorgungsleitung zum Uferhaus war betroffen: Ein Baum riss bei seinem Fall auf die Freileitung die Drähte zu Boden – das Energieversorgungs-Unternehmen wurde sofort mit der Freischaltung beauftragt.

Auch Lassee blieb von dem Unwetter nicht verschont: 40 Einsätze mussten die Silberhelme im Gemeindegebiet bewältigen. Etliche umgestürzte oder entwurzelte Bäume sowie abgebrochene Äste landeten auf Straßen und Häusern – auch Dächer wurden vom Wind abgetragen. Mit Unterstützung der Florianis aus Schönfeld und Loimersdorf waren die Einsatzkräfte mit einem Rückewagen der Gemeinde und dem Teleskoplader eines Feuerwehrmitglieds stundenlang im Einsatz.