Dammsanierung: „Verzögerung wäre grob fahrlässig“. Fertigstellung des Donau-Walls auf 2020 verschoben, weil noch Bewilligungen fehlen: Bei Info-Abend gingen die Wogen hoch.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:37)
Havranek
Großes Andrang im VeranstaltungsOrth Meierhof. Auch Nationalpark-Direktor Carl Manzano und der Leiter des Nationalparkbetrieb Donau-Auen, Gerald Oitzinger (ÖBf), hörten sich an, wie es um die Dammsanierung steht.

Der „VeranstaltungsOrth Meierhof“ war gut gefüllt und das Interesse an der Infoveranstaltung zur Sanierung des Marchfeld-Schutzdammes groß: War doch durchgesickert, dass sich die dringenden Arbeiten verzögern und der Abschluss um ein Jahr auf 2020 verschoben werden würde.

Eckartsaus VP-Bürgermeister und Obmann-Stellvertreter des Wasserverbandes „Donau-Marchfeld“ Rudolf Makoschitz hatte seinem Unmut schon Luft gemacht (die NÖN berichtete) und saß nun mit Obmann Christoph Windisch (VP-Bürgermeister Mannsdorf), Bezirkshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Merkatz sowie Winfried Fürst und Stefan Scheuringer von der viadonau am Podium, um die Bürger zu informieren.

Zeitplan musste adaptiert werden

Konkret geht es bei dem Projekt um die Einsetzung einer Dichtwand, Maßnahmen zur Vermeidung hydraulischen Grundbruchs, einen baumfreien Schutzstreifen sowie eine Aufhöhung in Teilabschnitten. Und das ganze soll möglichst schonend in einem sehr komplexen Umfeld umgesetzt werden. Anrainer, Touristen und ökologische Player wie Bundesforste oder Nationalpark sind zu berücksichtigen.

NOEN, Havranek
Rudolf Makoschitz, Wolfgang Merkatz, Winfried Fürst und Stefan Scheuringer (von links) am Podium.

Und hier hakt es derzeit: Man wartet auf behördliche Bewilligungen (damit wird „in den nächsten Monaten“ gerechnet) und auch die Grundeinlösen gestalten sich schwieriger als gedacht. Deswegen musste der Zeitplan adaptiert werden und sieht nun den Abschluss der Hauptarbeiten erst 2020, ein Jahr später als anvisiert, vor. Und dies verunsichert die Bürger. „Dem Hochwasser werden Behörden egal sein“, stellte etwa ein Zuhörer fest.

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