Nationalpark Donau-Auen feiert 25. Geburtstag

Seit 2,5 Jahrzehnten gibt es das Schutzgebiet in den Donau-Auen. Es wurde gefeiert, zurück und in die Zukunft geblickt.

Stefan Havranek Erstellt am 22. September 2021 | 08:09

Vor 25 Jahren wurde der Nationalpark Donau-Auen gegründet – Grund genug, um zu einem bunten Fest zum Jubiläum zu laden, um die Wichtigkeit des Naturschutzgebietes an der Donau in Niederösterreich und Wien zu betonen.

Die Ehrengästeschar war groß: Grünen-Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, ÖVP-Landesrat Stephan Pernkopf, Wiens SPÖ-Klimastadtrat Jürgen Czernohorsky, Gründungs-Direktor Carl Manzano, wissenschaftlicher Beirat Herbert Hager, Tomáš Kušík von der slowakischen Naturschutzorganisation BROZ, ÖVP-Nationalrätin Angela Baumgartner, ÖVP-Bundesrat Otto Auer, ÖVP-Bürgermeister Johann Mayer und natürlich die amtierende Nationalpark-Direktorin Edith Klauser wurden – neben zahlreichen weiteren Ehrengästen – von Moderatorin Judith Weissenböck begrüßt und vom Publikum beklatscht.

„Der Naturschutz kennt keine Grenzen“

Manzano und Hager blickten auf die Anfänge des Nationalparks zurück und berichteten von den Herausforderungen, die bis zur Gründung aus dem Weg geräumt werden mussten und sahen die Überzeugungsarbeit für Akzeptanz in der Bevölkerung als wichtigsten Schritt. Kušík und Klauser erzählten sodann von den internationalen Projekten des Nationalparks Donau-Auen und betonten gemeinsam: „Naturschutz kennt keine Grenzen.“

Czernohorsky und Pernkopf wiesen auf die Wichtigkeit hin, Artenvielfalt zu erhalten und auch den nachfolgenden Generationen Wissen und Kompetenz in Natur- und Klimaschutz zu vermitteln: „Nicht alle haben die Gnade, in der Natur aufzuwachsen.“ Außerdem sei es wichtig, zu zeigen, dass sich Wirtschaft, Arbeitsplätze und Umweltbewusstsein gegenseitig nicht ausschließen.

Gewessler sprach wiederum von einem bedeutenden Jahr für den Naturschutz: „Wir feiern 50 Jahre Nationalparkidee, 40 Jahre Nationalpark Hohe Tauern und 25 Jahre Nationalpark Donau-Auen. Mehr als zwei Drittel vielfältigster Arten und Lebensräume, die Österreichs Naturwunder ausmachen, kommen in den Nationalparks vor, auch wenn ihre Fläche nur ca. drei Prozent unseres schönen Landes beträgt.“

Der Grundstein für den Nationalpark sei schon 1984 bei der Stopfenreuther Au-Besetzung gelegt worden: „Damals stand viel auf dem Spiel, das war beeindruckendes Engagement aus der Zivilgesellschaft.“ Passend dazu gratulierte sie auch dem anwesenden Bernd Lötsch, als „Purpur-Reiher“ eine der zentralen Figuren damals, zu seinem 80. Geburtstag. Außerdem gestand Gewessler ihre Liebe zu den Sumpfschildkröten, eines der Aushängeschilder der Donau-Auen.

Ein anderes symbolträchtiges Tier für den Nationalpark und den Artenschutz ist der Seeadler, und der stand im Anschluss an den Festakt beim großen „Fest für die Natur“ für Familien am gesamten Areal des schlossORTH-Nationalpark-Zentrums im Mittelpunkt. Einst als Brutvogel in der Region ausgestorben, ziehen heute wieder bis zu sechs Brutpaare erfolgreich Jungtiere in dieser geschützten Flussauenlandschaft auf.

Das wahre Wappentier des Nationalparks stellte Musiker und Donau-Auen-Liebhaber Ernst Molden bei seinem viel umjubelten Konzert mit dem Frauenorchester im Turnierhof fest, sei allerdings die Gelse. Und er widmete einen der dargebotenen Songs den im Nationalpark so zahlreich vorhandenen Blutsaugern.

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