Naturjuwel Donau-Auen feiert 25er

Der Nationalpark Donau-Auen blickt auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück.

Stefan Havranek Erstellt am 26. September 2021 | 05:59
Nationalpark Donau-Auen
der Bürgermeister von Orth Johann Mayer (ÖVP), Jürgen Czernohorsky, Edith Klauser, Leonore Gewessler, Stephan Pernkopf und ÖVP-Nationalrätin Angela Baumgartner.
Foto: Havranek

Vor 25 Jahren wurde der Nationalpark Donau-Auen gegründet – Grund genug, um zu einem bunten Fest zum Jubiläum zu laden, um die Wichtigkeit des Naturschutzgebietes an der Donau in Niederösterreich und Wien zu betonen. Zu den Ehrengästen zählten unter anderem Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne), der stellvertretende NÖ Landeshauptmann Stephan Pernkopf (ÖVP) und Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).

Zunächst blickten der Gründungs-Direktor des Nationalparks Carl Manzano und Herbert Hager, wissenschaftlicher Beirat, auf die Anfänge des Schutzgebietes zurück und berichteten von den Herausforderungen, die bis zur Gründung aus dem Weg geräumt werden mussten. Beide sahen die Überzeugungsarbeit für Akzeptanz in der Bevölkerung als wichtigsten Schritt. 

„Die Erfolge sind Ansporn, den Nationalpark weiter zu entwickeln.“
Edith Klauser, Nationalpark-Direktorin

„Der Nationalpark Donau-Auen zählt gemeinsam mit dem Nationalpark Thayatal und dem Wildnisgebiet Dürrenstein zu den ökologisch wertvollsten Schutzgebieten im Naturland Niederösterreich. Zwischen den beiden Hauptstädten Wien und Bratislava gelegen, ist er ein Naturjuwel. Mit der Anbindung von Altarmen der Donau geben wir der Natur wieder mehr Platz, das freut viele geschützte Arten,“ sagte Pernkopf.

„Die Lobau macht etwa ein Viertel seiner Gesamtfläche aus. Der Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien betreut beziehungsweise pflegt diesen Teil des Gebiets und ist seit der Gründung in das Management eingebunden“, wies Czernohorsky auf den Beitrag Wiens zum Nationalpark hin.

„Seit der Gründung vor 25 Jahren wurde dieses Schutzgebiet in enger Zusammenbeit mit vielen Organisationen, Institutionen und regionalen Partnern bewahrt und ökologisch verbessert. Die erreichten Erfolge für diesen kostbaren, einzigartigen Naturraum, seine Fauna und Flora sind unser Ansporn, den gemeinsamen Weg fortzusetzen und gemäß unserem Motto ‚Freier Fluss. Wilder Wald.‘ den Nationalpark Donau-Auen weiter zu entwickeln“, führte Nationalpark-Direktorin Klauser aus.

Leonore Gewessler sprach von einem bedeutenden Jahr für den Naturschutz: „Wir feiern 50 Jahre Nationalparkidee, 40 Jahre Nationalpark Hohe Tauern und 25 Jahre Nationalpark Donau-Auen. Mehr als zwei Drittel vielfältigster Arten und Lebensräume, die Österreichs Naturwunder ausmachen, kommen in den Nationalparks vor, auch wenn ihre Fläche nur rund drei Prozent unseres schönen Landes beträgt.“ 

Der Grundstein für den Nationalpark sei schon 1984, bei der Stopfenreuther Au-Besetzung, gelegt worden: „Damals stand viel auf dem Spiel, das war beeindruckendes Engagement aus der Zivilgesellschaft.“ Passend dazu gratulierte sie auch dem anwesenden Bernd Lötsch, als „Purpur-Reiher“ eine der zentralen Figuren damals, zu seinem 80. Geburtstag. Außerdem gestand sie ihre Liebe zu den Sumpfschildkröten, eines der Aushängeschilder der Donau-Auen.

Ein anderes symbolträchtiges Tier für den Nationalpark und den Artenschutz ist der wieder angesiedelte Seeadler. Das wahre Wappentier des Nationalparks, stellte Ausnahmemusiker und Donau-Auen-Liebhaber Ernst Molden bei seinem viel umjubelten Konzert mit dem Frauenorchester im Turnierhof fest, sei allerdings die Gelse. Und er widmete einen der dargebotenen Songs den im Nationalpark so zahlreich vorhandenen Blutsaugern.