Ökostrom: Keine Novelle, kein Biogas?. In Orth liefert Anlage saubere Energie – doch auch ihr droht das Aus, sollte neues Gesetz nicht bald beschlossen werden.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 11. Mai 2017 (05:00)
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Anlagen-Vorstandsmitglied Josef Hradil, Norbert Hummel (Obmann „ARGE Kompost und Biogas“), LK-NÖ-Präsident Hermann Schultes, Anlagenbetreiber Johann Michalitsch und VP-Ortschef Johann Mayer (v.l.) zeigten in Orth die Bedeutung von sauberem Strom auf.
Schordan

Biogas entsteht durch Vergärung von Biomasse und wird in entsprechenden Anlagen hergestellt. Eine davon steht in Orth, 86 weitere sind über das gesamte Bundesland verteilt. Aber: Dieser Form ökologischer Energiegewinnung könnte bald der Garaus gemacht werden, die NÖ Landwirtschaftskammer schlägt Alarm.

„Mit immer neuen Winkelzügen wird von Ökostrom-Gegnern versucht, die längst überfällige Lösung für dringend benötigte Nachfolgetarife zu verhindern“, so NÖ-LK-Präsident Hermann Schultes. Das Problem: Für eine Weiterführung effizienter Biogasanlagen ist der Beschluss der Ökostrom-Novelle im Nationalrat erforderlich, ansonsten drohe Biogasanlagen-Betreibern wie Johann Michalitsch aus Orth das Aus.

„Wir hoffen, dass die Novelle in den nächsten Wochen beschlossen wird“, so der Zwerndorfer Schultes. Die einschlägige Petition „Wer Ökostrom abdreht, dreht Atomstrom auf“ wurde bislang von über 100 Bürgermeistern unterschrieben.